Neue Studie zeigt: PR-Experten können ihr Potential nicht voll entfalten

Public Relation, also die Öffentlichkeitsarbeit, spielt für den Erfolg der Unternehmen schon immer eine große Rolle. Ein Tochterunternehmen der Nachrichtenagentur dpa ist nun gemeinsam mit Faktenkontor den Ursachen der aktuellen Defizite bei der Öffentlichkeitsarbeit auf den Grund gegangen.

In den news aktuell Trendreport PR flossen die Angaben von mehr als 500 Pressesprechern und Mitarbeitern von Presseagenturen ein. Hinzu kommen die Angaben von mehr als tausend Influencern und Journalisten. Der Trendreport PR 2019 zeigt eine ganze Reihe von Schwachstellen auf, an denen Verbesserungen bei der Öffentlichkeitsarbeit notwendig sind.

Hauptproblem: Unternehmen halten sich bei den PR-Budgets zu sehr zurück

Den PR-Experten machen zu geringe Budgets für die Öffentlichkeitsarbeit am meisten zu schaffen. Diesen Grund benannten rund 55 Probanden als Ursache dafür, dass sie das vorhandene Potential nicht vollständig ausschöpfen können. Auf dem zweiten Platz landet der Faktor Zeit. Die Hälfte der Befragten gab an, durch ein zu geringes Zeitbudget ausgebremst zu werden. 41 Prozent der Umfrageteilnehmer verwies zu niedrige personelle Reserven. Diese Angabe ist besonders interessant, denn an geeigneten PR-Nachwuchskräften scheint es den Unternehmen und Agenturen nicht zu mangeln. Nur 8 Prozent der Probanden gaben an, nicht genügend Nachwuchskräfte finden zu können. Das heißt, die Lücken in der Personaldecke bei der Öffentlichkeitsarbeit sind offenbar dem Kostendruck geschuldet. Die Entgelte halten quer durch alle Beteiligten lediglich fünf Prozent für zu niedrig. Dabei klafft allerdings eine erhebliche Schere zwischen den Löhnen der Pressesprecher von Unternehmen der freien Wirtschaft und den Mitarbeitern der PR-Agenturen.

Was schränkt die Effizienz der PR-Experten noch ein?

14 Prozent der befragten gaben an, dass ihre technische Ausstattung nicht ausreicht, um die beste Effizienz bei der Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen. Ein erhebliches Problem ist die gesetzliche Lage. Das gaben beim news aktuell Trendreport PR 12 Prozent der Befragten an. Der gleiche Anteil der Befragten sieht als eine der Ursachen Defizite bei den Nutzern der bereitgestellten Informationen. Dort deutet sich an, dass sich die allgemeinbildenden Schulen verstärkt dem Thema Medienkompetenz widmen müssen. Ein weiterer Schwerpunkt scheint das Vertrauen in die Medien zu sein. Dort haben zahlreiche bewusste und unbewusste Falschmeldungen ihre Spuren hinterlassen, denn diesen Punkt geben 16 Prozent der befragten PR-Experten an. Das deckt sich mit den Erfahrungen von Google. Dort nicht umsonst die Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit) als einer der bedeutendsten Ranking-Faktoren für die Sortierung der Suchergebnisse eingeführt.

Quelle: na news aktuell