Lufthansa-Streik: 1.300 Flüge gecancelt

In der Nacht hat der gefürchtete Lufthansa-Streik begonnen. Der Ausstand ist für 48 Stunden angesetzt und sorgt dafür, dass 1.300 Flüge abgesagt werden müssen. Rund 180.000 Passagiere sind betroffen. Erste Ausfälle gab es am Morgen in Düsseldorf und Hamburg.

Der Streik der Flugbegleiter sorgt für eine Streichung von 700 der 1.100 weltweit geplanten Flüge für den heutigen Donnerstag. Insbesondere an den Drehkreuzen in München und Frankfurt müssen unzählige Maschinen am Boden bleiben. Auch viele Überseeflüge, die als besonders lukrativ gelten, mussten gestrichen werden.

Erste Ausfälle in Hamburg und Düsseldorf

Am Morgen kam es bereits zu ersten Ausfällen. Betroffen waren Verbindungen von Hamburg nach Frankfurt und München, weitere Flüge wurden bereits als gestrichen auf den Abflugtafeln ausgewiesen. Die Check-In-Schalter wurden von ersten kleinen Schlangen bevölkert, zumal der Lufthansa-Streik auch bei Passagieren anderer Airlines für Unsicherheit sorgte.

Am Flughafen Düsseldorf mussten bis neun Uhr bereits sechs Flüge annulliert werden. Weitere 29 Ausfälle bei Ankünften und Abflügen werden für den laufenden Tag erwartet, so der Flughafen. Die beiden großen Airports in Frankfurt und München seien laut Sprecher der Gewerkschaft UFO noch weniger betroffen.

180.000 Passagiere von Lufthansa-Streik betroffen

Gut 180.000 Passagiere der Lufthansa sind von den Streiks betroffen. Für den morgigen Streiktag drohen noch einmal 600 Stornierungen. Ebenso fallen Zubringerflüge von kleineren Flughäfen aus. Die Lufthansa hat ihren Kunden Umbuchungen auf andere Gesellschaften, Tage und sogar auf die Bahn, zumindest im innerdeutschen Verkehr, angeboten.

Hintergrund der Streiks ist die Forderung der Gewerkschaft UFO nach höheren Spesen und Zulagen für die 21.000 Flugbegleiter. Außerdem solle der Zugang von Saisonkräften in reguläre Anstellungsverhältnisse verbessert werden. Die Gewerkschaft hat bereits die Ausweitung des Streiks auf bis zu vier weitere Flugbetriebe mit deutschem Tarifrecht angekündigt. Vor allem Eurowings-Flüge könnten dann betroffen sein. Genauere Details will UFO noch im Laufe des Tages bekannt geben.

Am Mittwoch hatte die Lufthansa noch in zwei Gerichtsinstanzen versucht, den Streik abzuwenden. Allerdings haben sowohl das Arbeitsgericht Frankfurt, als auch das hessische Landesarbeitsgericht eine Einstweilige Verfügung gegen den Streik abgelehnt.

Quelle: dpa