Cyberkriminalität verursacht in der Wirtschaft immense Schäden

Unternehmen der deutschen Wirtschaft haben pro Jahr Schäden von über 100 Milliarden Euro zu tragen, die durch Cyberkriminalität verursacht werden.

Das geht aus Zahlen hervor, die der Branchenverband bitkom veröffentlichte. Danach haben sich die von Cyberkrimninalität verursachten Schäden in der deuten Wirtschaft binnen zwei Jahren verdoppelt. Das ist ein eindeutiges Signal dafür, dass die Bemühungen um die Sicherheit der IT-Systeme dringend und drastisch verstärkt werden müssen.

Viele Firmen sind sich bei der Cyberkriminalität nicht sicher

Das geht aus einer Umfrage des Branchenverbands bitkom in 1070 deutschen Unternehmen hervor. Je nach Art der Angriffe auf die IT-Systeme gehen zwischen 16 und 30 Prozent aller Befragten davon aus, dass ihr Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre vermutlich betroffen war. Den höchsten Anteil der Unsicherheit bei der Cyberkriminalität gibt es mit 30 Prozent beim Ausspähen der digitalen Kommunikation. Den zweiten Rang bei der Unsicherheit teilen sich mit je 25 Prozent die Unsicherheiten bei der digitalen Sabotage von Betriebsabläufen und das digitale Social Engineering. Ein Fakt ist besonders krass. 16 Prozent der befragten Unternehmen sind sich nicht einmal sicher, ob ihnen in den letzten zwei Jahren Telekommunikationsgeräte oder andere zu ihren IT-Systemen gehörende Hardware gestohlen wurde. Das heißt, dass dort sogar die Inventarisierung erhebliche Lücken aufweist. Im Schnitt halten sich 13 Prozent aller befragten Firmen für „vermutlich von Cyberkriminalität betroffen“.

Anteil der Firmen mit nachgewiesenen Folgen von Cyberkriminalität ist hoch

In der Umfrage zeigte sich, dass in den letzten beiden Jahren 75 Prozent der befragten Firmen mit Sicherheit Opfer von Angriffen auf ihre IT-Systeme geworden sind. Dabei ist mit 32 Prozent vor allem der Anteil der Firmen hoch, bei denen Hardware und Telekommunikationsgeräte gestohlen wurden. 21 Prozent der Unternehmen mussten sich mit den Folgen des Diebstahls sensibler Daten in digitalen Speichern auseinandersetzen. 17 Prozent der Firmen haben eindeutige Hinweise auf die digitale Sabotage von Betriebsabläufen oder Produktionssystemen gefunden. Bei 13 Prozent der Befragten wurde die digitale Kommunikation in irgendeiner Form ausspioniert. Dabei sind sich 9 Prozent der Unternehmen sicher, dass wichtige Telefonate oder Besprechungen abgehört wurden. Als eine der Ursachen sieht Achim Berg (Präsident von bitkom) die massive technische Aufrüstung der Hacker an. Eine große Rolle spielen dabei ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen.

Quelle: bitkom