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Lässt sich die Fed von Donald Trump beeinflussen?

Heute Abend steht die nächste Zinsentscheidung der amerikanischen Zentralbank Fed an. Wird sie dem Beispiel der EZB folgen und die Leitzinsen senken?

Die Finanzmarktanalysten gehen davon aus, dass die Leitzinsen der Fed sinken werden. Auch in den USA leidet die Wirtschaft unter den Folgen der Handelskriege und bräuchte Unterstützung durch billiges Kapital. Außerdem wären niedrige Leitzinsen eine Möglichkeit, das Land von einen Teil der immensen Staatsschulden zu befreien.

Donald Trump übt massiven Druck auf die Fed aus

Die Fed trifft ihre Entscheidungen normalerweise unabhängig vom Willen und eventuellen Forderungen der Regierung. Doch das will Donald Trump offenbar nicht akzeptieren. Er forderte mehrfach eine drastische Reduzierung der Leitzinsen zur Unterstützung der angeschlagenen Wirtschaft. Seine Forderungen hatte er nach den erheblichen Steigerungen der Erdölpreise infolge eines Drohnenanschlags auf eine der weltweit größten Raffinerien in Saudi-Arabien noch einmal verschärft. Im Rahmen seiner Forderungen hatte Donald Trump den Chef der Fed (Jerome Powell) massiv beschimpft, weil er uns seine Experten an der gemäßigten Zinspolitik der Fed festhalten wollen. Finanzmarktanalysten gehen davon aus, dass die Leitzinsen der Fed mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich um 0,25 Prozent sinken dürften. Ähnlich drastische Sprünge wie zu Beginn der globalen Finanzkrise im Jahr 2007 erwarten sie nicht. Die Fed hatte im Gegensatz zur EZB bereits zum Jahresende 2016 wieder damit begonnen, die Leitzinsen schrittweise anzuheben und bereits im Jahresverlauf 2018 die Zwei-Prozent-Marke überschritten.

Donald Trump ist schon auf der Suche nach Wahlkampfthemen für 2020

Derzeit sorgt Donald Trump In Südkalifornien für Unruhe. Insiderhinweisen zufolge will er dort den bereits laufenden Verkauf eines ehemaligen Regierungsgebäudes an einen privaten Investor verhindern, der darin Büroräume unterbringen will. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Gebäude der Federal Aviation Administration (Luftfahrtbehörde) im Südosten des internationalen Flughafens Los Angeles. Ohne Wissen der derzeitigen Verwalter ließ er das Gebäude von Experten besichtigen. Sie sollten einschätzen, ob es sich für eine Umwandlung in ein Obdachlosenheim eignet. In Hawtorne City ist die Zahl der Obdachlosen nicht allzu hoch.
Ganz anders ist die Lage jedoch in Los Angeles, wo derzeit rund 36.000 Obdachlose gezählt werden. Diese immense Zahl stellt ein erhebliches Problem für die Stadtverwaltung dar. Doch Donald Trump hatte offenbar nicht einmal den Bürgermeister von Los Angeles (Eric Garcetti) über seine Pläne informiert. Garcetti zeigte sich in einem Statement gegenüber der LA Times sehr überrascht und unterstellte Donald Trump mit seiner Politik der Geheimnistuerei für eine massive Verunsicherung zu sorgen. Die Obdachlosen in Südkalifornien selbst sind der Meinung, dass Donald Trump lieber den rasanten Anstieg der Mieten stoppen sollte, als sich Gedanken um neue Obdachlosenwohnheime zu machen. In der Metropolregion Los Angeles haben sich die durchschnittlichen Mieten pro Quadratmeter in den letzten Jahren fast verdoppelt.

Quelle: NY Times, LA TImes