K + S setzt Produktion vorübergehend aus

Der häufig in der Kritik stehende Kali-Produzent K + S wird seine Produktion drosseln. Wegen des fehlenden Regens wird sie an zwei Standorten in Hessen und Thüringen vorübergehend sogar ausgesetzt. Die zu geringen Niederschläge sorgen für einen niedrigen Pegelstand der Werra. Dementsprechend darf das Unternehmen weniger Salzwasser in den Fluss einleiten.

1.000 K + S Mitarbeiter in Kurzarbeit

Bereits am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass die Produktion in Hattorf in Hessen und in Unterbreizbach in Thüringen ab dem 01. April 2016 ausgesetzt werden sollen. Insgesamt seien von den Produktionsausfällen gut 1.000 Mitarbeiter betroffen, die in Kurzarbeit geschickt würden, hieß es weiter.

Bisher kann noch keine Aussage darüber getroffen werden, wann die Produktion wieder aufgenommen wird, wie ein Sprecher von K + S mitteilte. Man hoffe allerdings auf starken Regen. Ebenso sei noch absolut unklar, wie hoch die Ausfälle für das Unternehmen sein werden.

K + S „leidet“ unter Übergangserlaubnis

Die Werra selbst ist durch den seit Jahren durchgeführten Kalibergbau stark belastet. K + S darf derzeit mit einer Übergangserlaubnis nur begrenzt Salzabwasser in die tiefen Gesteinsschichten ableiten. Außerdem muss die Entsorgung sehr eng an der Wasserführung der Werra ausgerichtet werden. Aktuell gilt die Übergangserlaubnis noch bis Jahresende. In den nächsten Monaten will das Regierungspräsidium in Kassel über eine Verlängerung bis zum Jahr 2021 entscheiden.

Quelle: NDR