Jungfernfahrt der „AIDAmira“ kurzfristig abgesagt

Obwohl das neue Kreuzfahrtschiff „AIDAmira“ bereits getauft war und am Tag darauf zu seiner Jungfernfahrt starten sollte, wurde daraus nichts. Die Passagiere waren bereits an Bord, als der Kapitän die erste Rundreise des Kreuzfahrtschiffs kurzfristig absagte.

Am Samstagabend wurde die „AIDAmira“ in Palma de Mallorca feierlich getauft, am Sonntag sollte die Jungfernfahrt starten. Die geplante Tour sollte vier Tage durch das westliche Mittelmeer führen. Kapitän Manuel Pannzeck verkündete jedoch am Sonntagnachmittag, dass das Kreuzfahrtschiff noch mindestens bis Mittwoch vor Ort bleiben wird.

AIDA-Standard nicht erreicht

In der Begründung zur Absage der Jungfernfahrt der „AIDAmira“ hieß es, dass es nicht gelungen sei, den AIDA-Standard in allen Bereichen in vollem Umfang zu bieten. Das Schiff ist scheinbar zumindest teilweise noch nicht fertig umgebaut.

In den kommenden Tagen sollen die abschließenden Arbeiten während des laufenden Betriebs erfolgen. Die Passagiere, die die Jungfernfahrt unter dem neuen Namen gebucht haben, haben nun die Wahl: Sie können abreisen oder an Bord bleiben. Das bereits gezahlte Geld soll komplett erstattet werden. Außerdem plant das Team der „AIDAmira“ ein „attraktives Ausflugsprogramm“ auf der Insel. Am 04. Dezember 2019 soll nun endgültig die erste Reise Richtung Afrika starten.

Über die „AIDAmira“

Die „AIDAmira“ ist insgesamt 216 Meter lang und bietet an Bord Platz für 1.800 Passagiere. Es handelt sich jedoch nicht um ein neues Kreuzfahrtschiff, sondern um den Umbau der „Costa neoRiviera“, die auf den neuen Namen „AIDAmira“ getauft wurde und in die Flotte von AIDA Cruises übergegangen ist. Damit ist die „AIDAmira“ das 14. Schiff der AIDA-Flotte.

Ursprünglich wurde das Schiff 1996 von der griechischen Festival Cruises als Neubau bestellt. Die Fertigung erfolgte in der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique. Am 28. Januar 1997 fand die Kiellegung statt, ausgeliefert wurde das Schiff am 23.06.1999. Zunächst hieß das Schiff übrigens „Mistral“. Nachdem die Festival Cruises finanzielle Probleme bekam, wurde das Schiff im Januar 2004 in Marseille arrestiert, ging im September desselben Jahres an Auro Shipping und wurde neun Monate später an Mistral Shipping verkauft. Dort erhielt das Schiff den neuen Namen „Grand Mistral“. 2007 ging das Kreuzfahrtschiff an Societa Di Crociere Jupiter in Italien. Damit blickt die „AIDAmira“ auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurück.

Quelle: dpa