Jobcenter haben weniger Fördermöglichkeiten

Das Bundesarbeitsministerium will Langzeitarbeitslosen bessere Chancen für eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt einräumen. Dafür hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im November ein neues Sonderprogramm vorgestellt. Um dieses finanzieren zu können, muss aber anderswo gekürzt werden und das dürfte die nächste Generation schwer vermittelbarer Menschen ins Chaos stürzen, fürchten die Grünen.

750 Millionen Euro weniger Fördermittel für Jobcenter

43.000 Langzeitarbeitslose sollen von dem neuen Sonderprogramm profitieren. Dafür müssen die Jobcenter an anderer Stelle auf 750 Millionen Euro Fördermittel alleine in den nächsten drei Jahren verzichten. Das zumindest geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der grünen Arbeitsmarktpolitikerin Brigitte Pothmer zurück, über die „Die Welt“ berichtete. Von den Kürzungen der Fördermittel seien vor allem langfristige Fördermaßnahmen, wie die mehrjährige Berufsausbildung junger Arbeitsloser betroffen.

Förderchaos im Jobcenter befürchtet

Die Spielräume der Jobcenter werden mit dieser Kürzung massiv eingeschränkt, so Pothmer. Gerade für die Planung mehrjähriger Fördermaßnahmen seien die Jobcenter auf langfristige Mittelzusagen angewiesen, die ihnen jetzt Knall auf Fall genommen wurden.

Die grüne Politikerin befürchtet, dass nun ein Förderchaos in den Jobcentern ausbrechen könne. Denn die Nachricht über die Kürzung der Fördermittel traf im März und damit in der heißen Phase der Programm- und Finanzplanungen für die kommenden Jahre bei den Jobcentern ein. Von heute auf morgen wurden damit die beabsichtigten Maßnahmen in Frage gestellt.

Quelle: N-TV