Hoffnung für Ebola-Gebiete – Impfstoff bald einsatzbereit

Seit dem Spätherbst 2014 arbeiten auch die Wissenschaftler der deutschen Universität Marburg daran, einen wirksamen Impfstoff gegen Ebola zu entwickeln. Nun ist einer Mitteilung von dpa zu entnehmen, dass dieser bereits in den nächsten Wochen in den Krisengebieten in Afrika zum Einsatz kommen kann. Der Chef des Entwicklerteams, Stephan Becker, teilte offiziell mit, dass man mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden sei.

Nebenwirkungen der Ebola-Impfung halten sich im Rahmen

Von den Wissenschaftlern war befürchtet worden, dass der Ebola-Impfstoff heftige Nebenwirkungen haben könnte. Doch die Praxistests an den knapp 300 Probanden in Hamburg, Gabun, Kenia und der Schweiz haben gezeigt, dass Nebenwirkungen nur in Form von Gelenkschmerzen auftreten, die auch ohne Therapie wieder verschwinden. In den Tests konnte außerdem nachgewiesen werden, dass das Immunsystem der Probanden auf die Ebola-Impfung reagiert. Ob dieser Schutz allerdings ausreicht, um eine Infektion in den Krisengebieten zu verhindern, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Dennoch sollen in den Krisengebieten noch Ende Januar, spätestens aber Anfang Februar 2015 die ersten Menschen mit dem Impfstoff versorgt werden.

Praxiseinsatz mit Schwierigkeiten verbunden

Die Weltgesundheitsorganisation gibt derzeit 21.300 an Ebola Erkrankte aus. Mittlerweile sind bereits mehr als 8.400 Menschen an der schweren Infektion verstorben. Der Trend bei den Neuinfektionen ist rückläufig. Sie treten vor allem punktuell auf und genau das macht den Marburger Wissenschaftlern Schwierigkeiten. Die Orte der neuen Ausbrüche lassen sich nicht vorher bestimmen. Die Immunologen haben deshalb erhebliche logistische Herausforderungen zu meistern, wenn der von ihnen entwickelte Ebola-Impfstoff mit der größtmöglichen Effizienz zum Einsatz kommen soll.

Quelle: dpa