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Harley Davidson zieht Produktion teilweise aus den USA ab | Alltagsmagazin.de

Harley Davidson zieht Produktion teilweise aus den USA ab

„America First“ ist der Leitspruch von US-Präsident Donald Trump. Doch diesem macht jetzt ausgerechnet das US-Unternehmen Harley Davidson einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der Vergeltungszölle der EU auf bestimmte Produkte aus den USA als Reaktion auf Trumps Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus Europa, hat Harley Davidson angekündigt, einen Teil seiner Produktion aus den USA ins Ausland zu verlagern.

Ziel dieser Verlegung ist es, dass Kunden in Europa eine Preiserhöhung umgehen können. Binnen der kommenden neun bis 18 Monate soll die Verlagerung der Produktion erfolgt sein.

Harley Davidson in Europa bis zu 2.200 Dollar teurer

Die EU hat die Zölle auf Motorräder von sechs auf 31 Prozent angehoben. Ein Motorrad der Kultmarke würde damit in Europa gut 2.200 US-Dollar teurer ausfallen. Diese Mehrkosten will Harley Davidson seinen Kunden ersparen und sie sogar bis zur abgeschlossenen Produktionsverlagerung selbst tragen. Alleine für den Rest des Jahres 2018 entspricht das laut Unternehmensangaben einer Belastung von 30 bis 45 Millionen US-Dollar.

Begründet wird der Schritt damit, dass Europa mit 40.000 verkauften Motorrädern jährlich nach den USA der zweitwichtigste Markt für die Firma sei. Wenn man die Mehrkosten direkt an die Kunden weitergeben würde, hätte das einen „sofortigen und langanhaltenden“ Schaden für das Geschäft in Europa, so das Unternehmen weiter.

Bisher betreibt der Motorradhersteller bereits Werke in Brasilien, Indien und Thailand, die jetzt weiter ausgebaut werden sollen. Übrigens ist Harley Davidson das erste US-Unternehmen, das detaillierte Aussagen zu den Auswirkungen des schwelenden Handelskonfliktes traf.

Trump wettert gegen Harley Davidson

US-Präsident Donald Trump ist natürlich wenig begeistert von der Ankündigung des Motorradherstellers. Schließlich war es stets sein Ziel, mehr Arbeitsplätze in den USA aufzubauen oder zumindest den Status quo zu erhalten. Dass sich jetzt ausgerechnet Harley Davidson zu einer teilweisen Verlagerung der Produktion ins Ausland entschloss, kommentierte Trump auf Twitter mit den Worten: „Überrascht, dass Harley Davidson von allen Unternehmen das erste ist, dass die weiße Fahne hisst.“ Weiter erklärte Trump, dass er „hart für sie (die US-Unternehmen) gekämpft“ habe. Aber Harley Davidson habe wohl einen Vorwand für den Schritt der Produktionsverlagerung gesucht.

Quelle: dpa