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Haribo kann wieder voll liefern | Alltagsmagazin.de

Haribo kann wieder voll liefern

In vielen Unternehmen in Deutschland läuft noch veraltete Software. Doch die Umstellung auf neue Software bringt Risiken mit sich, wie mehrere aktuelle Beispiele beweisen.

Inzwischen sind die Lieferschwierigkeiten bei Haribo weitgehend behoben. Das geht aus einem aktuellen Statement eines Unternehmenssprechers hervor. Die Lieferschwierigkeiten gab es ab Mitte Oktober 2018 bei allen Produkten des deutschen Süßwarenherstellers.

Was ist bei Haribo passiert?

Bis Herbst 2018 hatte das Unternehmen ein veraltetes System bei der Verwaltung der Warenwirtschaft genutzt. Im Oktober entschlossen sich die IT-Experten von Haribo zur Umstellung auf ein neues System. Doch nach einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ war es dabei zu erheblichen Problemen gekommen. Sie fielen deutlich umfangreicher aus, als im Vorfeld erwartet worden war. Die Folge waren Engpässe bei der Produktion. Im Einzelhandel kam es jedoch bisher kaum zu leeren Regalen, da die Großhändler vielerorts auf Lagerbestände zurückgreifen konnten. Für die Haribo GmbH und Co. KG waren die Folgen der Software-Probleme gleich doppelt fatal. Nach den Angaben im Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ ist der Umsatz vor allem bei den „Goldbären“ im Jahr 2018 ohnehin eingebrochen. Zeitweise wurden in Deutschland bis zu 25 Prozent weniger verkauft. Diese Umsatzverluste wurden jedoch durch den wachsenden Umsatz des Unternehmens im Ausland ausgeglichen. Vor allem der Absatz in den USA spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Auch andere Lebensmittelhersteller kämpfen mit Software-Pannen

Ein Beispiel dafür ist der Käsehersteller Hochland mit Sitz in bayerischen Heimenkirch. Dort entstanden die Probleme nach einem Upgrade des Betriebssystems auf Windows 10 auf den zentralen Servern. Seither funktioniert die Kooperation der Software der Maschinen an den Produktionsbändern mit den Servern nicht mehr optimal. Hochland fährt deshalb aktuell Sonderschichten an den noch funktionsfähigen Systemen, um Lieferengpässe zu vermeiden. Auch hier ist die Softwarepanne gleich doppelt negativ wirksam. Die Hochland SE hatte in den letzten Wochen mit Sonderschichten auf Vorrat produziert, weil in die Produktionsgebäude neue Maschinerie Einzug halten soll. Dafür wird die Produktion über Weihnachten und den Jahreswechsel in einem Bereich komplett gestoppt, denn der Austausch der Maschinen ist nur über eine eigens dafür geschaffene Öffnung im Dach möglich.

Quelle: Lebensmittel Zeitung, Insider