Hafengeburtstag Hamburg: Diese Großsegler sind da

Am 10. Mai 2018 hat Bürgermeister Peter Tschentscher entsprechend der langjährigen Tradition den Hafengeburtstag Hamburg am Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ eingeläutet. Auch in diesem Jahr kommen die Fans der Großsegler wieder voll auf ihre Kosten.

Im Laufe des Wochenendes werden beim Hafengeburtstag Hamburg mehr als 300 Schiffe erwartet. Inzwischen haben auch schon einige Großsegler festgemacht. Dazu gehört mit dem Segelschulschiff „Sedov“ auch das größte traditionelle Segelschiff der Welt, welches die Ozeane noch aktiv befährt. Interessante Großsegler der Gattung Dreimastbark sind beispielsweise die „Alexander von Humboldt“ und die „Mir“.

Die „Sedov“ beim Hafengeburtstag Hamburg

Die Viermastbark „Sedov“ bringt es inklusive Bugsprit auf eine Länge von 117,5 Metern. Sie ist 14,6 Meter breit und weist einen maximalen Tiefgang von 6,31 Metern auf. Bei voll ausgefahrenen Segeln kann eine Segelfläche von 4.195 Quadratmetern genutzt werden. Bei optimalen Windverhältnissen erreicht das Segelschulschiff „Sedov“ eine Maximalgeschwindigkeit von 33 Kilometern pro Stunde. Vor einer Flaute muss sich die aus 60 Mann Stammbesatzung und bis zu 110 Kadetten bestehende Besatzung nicht fürchten, denn die Viermastbark ist mit einem Dieselmotor mit 2.175 Pferdestärken ausgestattet, der den Großsegler bis auf 19 Kilometer pro Stunde beschleunigen kann. Die „Sedov“ lief im März 1921 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und gehört der Technischen Universität Kaliningrad. Die „Sedov“ hat an den St. Pauli Landungsbrücken festgemacht und kann am 12. Mai 2018 von 10.00 bis 23.00 Uhr und am Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden.

“Kruzenshtern“ ist ebenfalls zu Gast beim Hafengeburtstag Hamburg

An den St. Pauli Landungsbrücken liegt auch die „Kruzenshtern“. Die Viermastbark ist der einzige Vertreter der historischen Flying P-Liner, der heute noch die Weltmeere befährt. Der Großsegler lief im Jahr 1926 bei der Tecklenburg-Werft in Wesermünde vom Stapel und wird genau wie die „Sedov“ als Segelschulschiff mit bis zu 76 Mann Stammbesatzung und 160 Kadetten genutzt. Die 114,5 Meter lange „Kruzenshtern“ weist bei voll ausgefahrener Takelage eine Segelfläche von 3.400 Quadratmetern auf und kann bei Bedarf auf zwei Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 2.000 Pferdestärken zurückgreifen. Zu Beginn war der Großsegler unter dem Namen „Padua“ unterwegs und stellte 1934 einen Rekord bei einer Fahrt von Port Lincoln in Australien nach Hamburg auf. Sie diente als Filmkulisse beispielsweise beim Streifen „Große Freiheit Nr. 7“ mit dem unvergessenen Hans Albers in einer der Hauptrollen. Die „Kruzenshtern“ kann am Samstag in der gleichen Zeit wie die „Sedov“ besichtigt werden, schließt allerdings am Sonntag bereits um 14.00 Uhr.

Quelle: hamburg.de, sts-sedov.info, kruzenshtern.info