Gebrauchtwagen sind 2019 wieder beliebter

Dass die Interessenten für ein Auto aktuell verstärkt zu Gebrauchtwagen greifen, geht aus Zahlen hervor, welche vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe vorgelegt wurden.

Nach diesen Zahlen zeigen sich derzeit gegenläufige Trends bei den Autokäufen. Die Zahl der Käufe von Gebrauchtwagen stieg im April 2019 im Vergleich zum April 2018 um rund 2,4 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland im April 2019 rund 634.100 gebrauchte Personenkraftwagen verkauft. Bei den Neuwagen wurden 310.700 Verkäufe registriert. Das entspricht gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr einem Rückgang von 1,1 Prozent.

Welche Neuwagen und Gebrauchtwagen sind bei den Kunden beliebt?

Trotz des Dieselskandals liegt der Rückgang bei den Käufen von Fahrzeugen mit Dieselmotor im Vergleich von April 2019 zu April 2018 gerade einmal bei 0,9 Prozent. Bei den Zulassungen von Autos mit Benzinmotor verzeichnete das Bundeskraftfahrtamt im Vergleichszeitraum einen Rückgang von 5,1 Prozent. Insgesamt machen Dieselfahrzeugen einen Anteil von 33,5 Prozent aller Fahrzeuge aus, die neu zugelassen werden. Bei den Zahlen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und des Bundeskraftfahrtamts gibt es einen sehr erfreulichen Trend. Die Anzahl der neu zugelassenen Autos mit Elektromotor hat sich im April 2019 im Vergleich mit April 2018 verdoppelt. Insgesamt wurden im April knapp 4.800 E-Autos neu zugelassen. Noch besser sieht die Bilanz bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb aus. Der April brachte in diesem Marktsegment 16.800 Neuzulassungen. Das entspricht gegenüber April 2018 einer Steigerung um 54,9 Prozent.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Gebrauchtwagen achten?

Viele Autokäufer schauen bei der Suche nach einem guten Gebrauchtwagen nur auf die Optik der Karosserie und des Innenraums. Das kann ein fataler Fehler sein, weil dadurch viele drohende Reparaturkosten unentdeckt bleiben. Ein Blick in den Motorraum ist unverzichtbar. Dort geben vor allem Ölflecke Hinweise auf mögliche Probleme. Achten Sie bei der Probefahrt auf ungewöhnliche Geräusche und das Verhalten der Lenkung. Suchen Sie sich dafür bewusst eine Runde aus, die Sie möglichst auch über ein Stück Kopfsteinpflaster führt. Dort fallen Probleme mit dem Fahrwerk, den Stoßdämpfern und der Lenkung am ehesten auf. Haben Sie die Chance dazu, nutzen Sie die Probefahrt für einen kurzen Check in einer Werkstatt, beim TÜV oder der Dekra. Die dortigen Experten haben für kleines Geld die Möglichkeit, das Fahrzeug auf die Hebebühne zu nehmen und einen prüfenden Blick auf den Unterboden und die Abgasanlage zu werfen. Sie entdecken Problemstellen, die der Laie meistens nicht sieht.

Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe