FOX stellt das Serienportfolio und die Werbung auf den Kopf

Derzeit laufen bei den amerikanischen Fernsehsendern gerade die Pitches für die Serien, die ab Herbst 2018 ins Programm kommen sollen. Einige Fans dürften bitter enttäuscht sein, denn in diesem Rahmen wurden mehrere Erfolgsserien gestrichen.

Bei FOX sind große Änderungen im Gespräch. Sie zeichnen sich sowohl beim Programm als auch der Bestückung der besten Sendezeit durch Werbeblöcke im TV ab. Damit will die im Eigentum von 21th Century Fox stehende Senderkette die Abwanderung von Zuschauern zu den Streaming-Portalen verhindern.

Welche Serien fallen dem Roststift bei FOX zum Opfer?

Eine betrübliche Nachricht gibt es für die Fans der von Jerry Bruckheimer TV produzierten Serie „Lucifer“. Sie wird nach der dritten Staffel nicht mehr fortgesetzt. Der Hinweis wurde von Joe Henderson auf seinem Twitter-Account veröffentlicht. Er bezeichnete das Ende der Comedy-Krimi-Serie rund um Lucifer Morningstar und seine abgedrehte Familie wörtlich als „herzzerreißend“.

Ähnlich dürften sich derzeit auch die Stammzuschauer der Serie „Brooklyn-Nine-Nine“ fühlen, denn auch sie wurde von FOX aus dem Programm gestrichen. Hier gibt es allerdings Hoffnung, denn der Streaming-Dienst Hulu hat Insiderhinweisen zufolge Interesse an der Fortsetzung bekundet. Eine offizielle Bestätigung liegt aber derzeit weder von Hulu noch von Universal Television vor. Es wäre nicht die erste abgesetzte Serie, die bei Hulu fortgesetzt wird. Nach dem Ende von „The Mindy Project“ im Jahr 2015 wurde die Serie von Hulu für drei weitere Staffeln fortgeführt.

Was will FOX bei der Werbung in der Prime Time ändern?

Weitere Neuerungen hat FOX offenbar bei den Werbeblöcken ins Auge gefasst. Offizielle Bestätigungen dafür gibt es noch nicht, aber Mitarbeiter der Senderkette haben einem US-Magazin gegenüber verlauten lassen, dass es in der Prime Time keine mehrminütigen Werbeunterbrechungen mehr geben soll. Stattdessen sollen Werbeblöcke mit nur einer Minute Länge verwendet werden, die aus jeweils zwei 30 Sekunden langen Spots bestehen. Interne Statistiken weisen nach diesen Insiderangaben aus, dass viele Zuschauer aufgrund der langen Werbeunterbrechungen zu den Streaming-Diensten abwandern.

Das scheint aber nicht zu bedeuten, dass es häufigere Werbeunterbrechungen gibt. Stattdessen will FOX offenbar einen Ausgleich über eine Preiserhöhung für die Werbetreibenden schaffen. Sie würden bei einer solchen Umstellung von einer erhöhten Aufmerksamkeit der Zuschauer profitieren. Der Grund ist, dass die Zuschauer bei sehr kurzen Werbeunterbrechungen nicht so häufig wegzappen. Sollten sich diese Annahmen bewahrheiten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Veränderungen der Werbepausen auch im deutschen Fernsehen ankommen.

Quelle: Twitter, Variety