Europawahl 2019: Wie sehen die Trends drei Wochen vor der Wahl aus?

Am 26. Mai 2019 steht die nächste Europawahl für die Wahlberechtigten in Deutschland an. Die Wahlbenachrichtigungen wurden bereits verschickt und die Frist zu Anträgen für die Korrektur der Daten im Wählerverzeichnis ist abgelaufen.

Die Deutschen dürfen bei der Europawahl 2019 über die Sitze von 96 Abgeordneten für das Europaparlament entscheiden. Das ist die höchstmögliche Zahl an Abgeordneten, mit denen ein Land im Europaparlament vertreten sein darf. Seit dem 3. Mai 2019 können die Wahlberechtigten mit einem speziellen Wahl-O-Mat in Erfahrung bringen, welche Partei die eigenen Ziele am besten im EU-Parlament vertreten könnte.

Welche Verteilung zeichnet sich bei der „Sonntagsfrage“ zur Europawahl 2019 ab?

Nach den letzten Umfragen von Infratest dimap im Auftrag der ARD muss vor allem die Koalition aus CDU und CSU herbe Verluste gegenüber den Resultaten der Umfragen in den vergangenen Monaten hinnehmen. Im März 2019 brachte es die CDU/CSU noch auf 32 Prozent, Anfang Mai waren es nur noch 29 Prozent. Die verlorenen Anteile verteilen sich gleichmäßig auf die Grünen und die FDP. Bei den Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF verlor die CDU von Ende Februar bis Anfang Mai ein Prozent der Wählerstimmen. Die Linken büßten zwei Prozent der potentiellen Wählerstimmen ein. Bei der Forschungsgruppe Wahlen verzeichnen die FDP und die sonstigen Parteien ein leichtes Plus. Beim Vergleich der Umfrageergebnisse von INSA aus den letzten Monaten fallen ebenfalls nur minimale Unterschiede auf. Die Verlierer sind bei INSA die FDP und die Linke. Über deren verlorene Stimmen dürfen sich die Grünen und die sonstigen Parteien freuen. Die AfD wird nach den aktuellen Umfragen weiterhin Sitze im Europaparlament belegen. Ihre Stimmenanteile bewegen sich je nach Quelle in den letzten Wochen zwischen neun und zwölf Prozent.

Das zu erwartende Resultat der Europawahl 2019 weicht von 2014 deutlich ab

Die CDU/CSU kann mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Europawahl 2019 ein ähnliches Resultat wie im Jahr 2014 einfahren. Mit massiven Verlusten muss die SPD rechnen, denn sie brachte es bei der Europawahl 2014 noch auf einen Stimmenanteil von 27,3 Prozent. Nach den Umfragen in den letzten Wochen könnten sich die Verluste sogar im zweistelligen Bereich bewegen. Ihre verlorenen Wähler wandern nach den Umfrageresultaten zum größten Teil zu den Grünen (2014 holten sie 10,7 Prozent) und zur FDP (3,4 Prozent im Jahr 2014) ab. Nach den aktuellen Umfragen kann die AfD bei der Europawahl 2019 im Vergleich zur Wahl 2014 mit einem Plus zwischen zwei und fünf Prozent rechnen.

Quelle: wahlrecht.de