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Es ist soweit: Warmwasser-Rationierung in Sachsen

Drinking water and natural water in the hands.

In Sachsen hat eine Wohnungsgenossenschaft aufgrund der hohen Preise die Warmwasserversorgung von 300 Mietwohnungen eingeschränkt. Mittlerweile empfiehlt sogar Wolfgang Kubicki den Bürgern, kalt zu duschen.

Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde hat in seinen Wohnungen die Versorgung mit Warmwasser und Wärme bereits teilweise heruntergefahren. Im zugehörigen Facebook-Beitrag werden die gestiegenen Energiepreise als Grund angegeben. Da die Preise weiter steigen, müsse man „jetzt für den Winter sparen“. Dabei beruft sich die Wohnungsgenossenschaft auf die Mitgliederversammlung, in der das Ganze bereits thematisiert wurde.

300 Mietwohnungen von Rationierung betroffen

Im Anschluss an die Erläuterung folgt eine Liste, zu welchen Stoßzeiten es in der Genossenschaft im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge überhaupt noch Warmwasser gibt: Das ist immer zu bestimmten Zeiten am Morgen, am Mittag und am Abend der Fall. Die Heizung hat man bis September vollständig abgestellt. Zudem wolle man Strom auf den Dächern der Häuser erzeugen und diesen an die Mieter weitergeben – ohne Abgabe oder Umlage.

Die Rationierung des Warmwassers greift seit 01. Juli 2022. Betroffen sind rund 300 der knapp 600 Genossenschaftswohnungen. Diese werden mit Gas beheizt, wie der Sender MDR unter Berufung auf den Vorstand der Genossenschaft berichtete. Vorstand Falk Kühn-Meisegeier erklärte dazu, dass man die Mieter nicht „gängeln“ wolle, sondern sich bereits jetzt darauf einstellen müsse, was man im kommenden Jahr sonst nicht mehr bezahlen könne.

Mieter zeigen sich verständnisvoll

Berichten zufolge zeigten sich die Mieter der Genossenschaft verständnisvoll für das Sparprogramm. Doch in den sozialen Medien zeigt man kein Verständnis. Selbst der Mieterbund hat das Vorgehen einem Bericht des Deutschlandfunks zufolge bereits kritisiert. In der Begründung heißt es, dass Mieter einen gesetzlichen Anspruch auf Warmwasser hätten und man diesen nicht einseitig einschränken dürfe.

Quelle: apr