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Droht nun Unterrichtsausfall wegen Gasmangels?

Male school teacher standing in an elementary school classroom with a group of school children

Unterrichtsausfälle aufgrund der Corona-Pandemie hatten wir in den letzten zwei Jahren im Winter mehr als genug zu bemängeln. Nun hoffte man auf einen entspannteren Herbst/Winter 2022/2023, da macht die Gasknappheit einen Strich durch die Rechnung – oder?

Nicht nur die Preise für Gas schießen in die Höhe, auch die Versorgung ist bedroht. Diese Engpässe brachten Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger dazu, Warnungen vor ausfallendem Unterricht auszusprechen. Sie erklärte dazu gegenüber der „Rheinischen Post“, dass sie sich bereits in der Pandemie dafür stark gemacht habe, „Bildungseinrichtungen zur kritischen Infrastruktur zu zählen“. Dies sei auch jetzt wieder notwendig, damit es nicht zu Einschränkungen im Unterricht oder gar Ausfällen kommt. Diese Lehre müsse man aus den pandemiebedingten Schulschließungen ziehen.

Viele Schulen benötigen neue Heizung

Die hohen Energiepreise und die Verknappung von Energie bestimmen unser aller Alltag zunehmend mehr. Vielerorts schwindet der Wohlstand, man muss sich gar in Verzicht üben. So hat in Sachsen eine Wohnungsgenossenschaft bereits die Warmwasserversorgung von 300 Wohnungen eingeschränkt, Vonovia, Deutschlands größter Wohnungskonzern kündigte an, die Heizungsanlagen in den Nachtstunden herunter zu regeln. Vielerorts sind Schwimmbäder aufgrund der Energiekosten von der Schließung bedroht.

Auch Stark-Watzinger spricht sich dafür aus, Energiesparpotenziale zu nutzen. Allerdings ist das schon länger in vielen Schulen und Unis ein wichtiges Thema. Längst gehen die Schulen nachhaltig und verantwortungsvoll mit Energie um, ist sich auch Maike Finnern, Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, sicher. Dennoch seien viele Schulen nach wie vor marode, nicht energieeffizient gebaut und die vorhandenen Heizungen müssten dringend modernisiert oder ganz ausgetauscht werden.

Ängste vor Schulausfällen durchaus begründet

Begründet sind die Ängste vor Unterrichtsausfällen aufgrund von Gasmangel allemal. Zuletzt hat sich die Angst vor Engpässen in der Gasversorgung verschärft, weil die Nord Stream 1 Gasleitung, die für Deutschland besonders wichtig ist, ab 11. Juli aufgrund von Wartungsarbeiten komplett ausfallen soll.

Deutsche Behörden befürchten, dass die Gaspipeline anschließend vom Russen länger stillgelegt bleibt, als nötig. Zuletzt hatte Moskau die Gasmenge, die durch die Leitung nach Deutschland fließt, drastisch reduziert.

Quelle: dpa