Ein Jahrzehnt Europäischer Tag des Notrufs 112

Am 11. Februar 2019 wird zum 10. Mal der Europäische Tag des Notrufs 112 begangen. Der Aktionstag wurde 2009 eingeführt. Die einheitliche Notrufnummer ist bereits deutlich älter.

Dass der Europäische Tag des Notrufs 112 am 11. Februar eines jeden Jahres begangen wird, leitet sich aus der Ziffernfolge der Notrufnummer ab. Dafür bot sich der 11.2. förmlich an.

Fakten zur Geschichte des europaweiten Notrufs 112

Die Rufnummer 112 wird bereits seit dem Jahr 1991 verwendet. Sie soll vor allem Reisenden aller Art Sicherheit verschaffen, die sich in den europäischen Ländern bewegen. Bis dahin galten in den einzelnen Ländern der Europäischen Union unterschiedliche nationale Notrufnummern. Sie bestehen in den meisten Ländern bis heute zusätzlich. In Deutschland mussten sich Reisende bis 1991 sogar drei verschiedene Notrufnummern merken, weil es separate Notrufnummern für die Polizei, die Feuerwehr und die medizinischen Dienste gab. Noch heute sind in Deutschland viele Menschen der Meinung, dass sie die Polizei lediglich über die Notrufnummer 110 erreichen können. Dazu hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die bekannte TV-Serie „Polizeiruf 110“ beigetragen, die ab 1971 im DDR-Fernsehen und ab 1993 von den zur ARD gehörenden Fernsehsendern gezeigt wurde.

Welche Besonderheiten hat der Europanotruf 112?

In allen zur EU gehörenden Ländern besteht die Verpflichtung, dass der Europanotruf 112 sowohl vom Festnetz als auch den Mobilfunknetzen aus kostenlos erreichbar ist. Im Jahr 2003 wurde eine weitere Neuerung eingeführt. In den Ländern der Europäischen Union müssen die Telekommunikationsunternehmen garantieren, dass bei einem Anruf beim Europanotruf 112 die Standortdaten des Anrufers übermittelt werden. So sollen die Opfer von Straftaten und verunfallte Personen schnellere Hilfe bekommen.

Der Europäische Tag des Notrufs 112 wurde eingeführt, um diese einheitliche Notrufnummer bekannt zu machen. Dabei gab es in vielen Ländern erhebliche Defizite. Dazu zählte sich auch Deutschland. Mit der Einführung des Aktionstages wurden die EU-Länder außerdem aufgefordert, mehrsprachige Mitarbeiter als Personal in den Notrufzentralen einzusetzen. Einige Länder haben die Bekanntmachung der einheitlichen Notrufnummer sehr einfach realisiert. Ihre Mobilfunkbetreiber verschicken Kurznachrichten, sobald die Handys von Einreisenden in ihren Netzen erkannt werden.

Quelle: europa.eu