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Die Ängste der Deutschen: Datenmissbrauch rangiert vorn

Mehr als ein Drittel aller Deutschen haben Angst vor Datenmissbrauch. Das brachte eine Studie zutage, die im Auftrag der R+V Versicherung durchgeführt wurde.

Repräsentativ ist diese Studie zur Angst vor Datenmissbrauch allerdings nicht, denn bundesweit wurden gerade einmal 2.400 Probanden befragt. Trotzdem dürfte sie die allgemeine Situation recht treffend wiedergeben.

Welche konkreten Zahlen zur Angst vor Datenmissbrauch gibt es?

Nach den Erhebungen der R+V haben insgesamt 36 Prozent aller Befragten Angst davor, einen Schaden durch einen Datenmissbrach zu erleiden. Davon sind Frauen mit 38 Prozent etwas ängstlicher als die Männer, bei denen 34 Prozent der Probanden solche Ängste bejaht haben. Am stärksten ist die Angst vor einem Datenmissbrauch mit 42 in der Altersgruppe zwischen 20 und 39 Jahren vertreten. Bei den Probanden im fünften Lebensjahrzehnt gaben 38 Prozent derartige Ängste an. Ab einem Alter von 60 Jahren ist die Angst vor einem Missbrauch der Daten im Internet mit 27 Prozent nicht mehr so präsent. Das dürfte allerdings daran liegen, dass in dieser Altersgruppe der Anteil der Internetnutzer nicht so hoch ist wie bei den Vertretern der anderen Altersgruppen. Eine positive Nachricht ist, dass auch viele Jugendliche sich der im Internet lauernden Gefahren bewusst sind. Bedenken wegen möglicher Datenmissbräuche gaben 35 Prozent der Befragten im Alter zwischen 14 und 19 Jahren an.

Was schürt die Angst vor einem Datenmissbrauch?

Zu den Ursachen der Ängste erfolgten in der R+V-Studie keine Erhebungen. Das wäre auch überflüssig gewesen, denn sie sind allgemein bekannt. Immer wieder gibt es in den Nachrichten Hinweise darauf, dass Hacker die Daten unzähliger Account-Inhaber bei verschiedenen Social Networks, Mail-Provider oder Onlineshops abgegriffen haben. Das jüngste Beispiel ist Google, denn dort wird nach einer größeren Datenpanne der Dienst Google+ für private Nutzer im April 2019 eingestellt. Auch Konkurrent Facebook hatte bereits mit umfangreichen Leaks zu kämpfen. Hinzu kommen die verschiedensten Varianten von Pishing-Mails, die leider nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind. Unternehmensnetzwerke sind ebenfalls nicht vollständig sicher, wie das Beispiel Sony zum Jahreswechsel 2014/2015 eindrucksvoll bewiesen hat.

Quelle: R+V