Deutscher Fernsehpreis – das sind die Gewinner

Zum letzten Mal fand am gestrigen Donnerstag der Deutsche Fernsehpreis in dieser Form statt. Zu viel Kritik war laut geworden an dem Format. Wie so oft haben sich vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender etliche der Preise abgeholt. Derzeit arbeiten die großen Medienanstalten mit Hochdruck daran, ein Nachfolgeformat zu entwickeln. Allerdings ist fraglich, ob dieses Nachfolgeformat auch tatsächlich kommt. Darüber müssen sich die großen Sendeanstalten ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 erst noch einig werden.

Auch die drei Moderatoren Klaas Heufer-Umlauf, Hans Sigl, der aus „Der Bergdoktor“ bekannt ist, und Sandra Maischberger äußerten ihr Bedauern über das Ende des Deutschen Fernsehpreises, ebenso wie Suzanne von Borsody, die mit zu den Abräumern des Abends zählte.

Oliver Welke holte sich den Deutschen Fernsehpreis doppelt

Absoluter Gewinner des Abends ist Oliver Welke. Er erhielt nicht nur einen Sonderpreis für die beste Moderation bei der Fußball WM 2014, sondern wurde zudem für die „heute-show“ geehrt. Sie erhielt den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Comedy“.

Besonders über den letzteren Preis freut sich Welke sehr, war es doch für das Team der „heute-show“ kein leichtes Jahr, nachdem die FDP als wichtigster Medienpartner weggebrochen sei. Bereits zum zweiten Mal wurde das Format nach 2010 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

RTL bekommt Deutschen Fernsehpreis für „Team Wallraff“

Während die meisten der Preise an die öffentlich-rechtlichen Sender gingen, durfte sich RTL über den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Reportage“ freuen. Mit „Team Wallraff – Reporter undercover“ hat RTL sich den wichtigen Preis gesichert. Günter Wallraff, Hauptakteur der Sendung, freute sich auch mit und für den Sender. In diesem Jahr wurden unter anderem massive Missstände in deutschen Pflegeheimen aufgedeckt, aber auch extreme Probleme in einigen Burger-King-Filialen.

Die weiteren Preisträger beim Deutschen Fernsehpreis

Darüber hinaus wurden folgende Schauspieler und Sendungen mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet:

  • „Männertreu“ – Bester Fernsehfilm
  • „Danni Lowinksi“ – Beste Serie
  • Roeland Wiesnekker für „Spreewaldkrimi: Mörderische Hitze“ – Bester Schauspieler
  • Suzanne von Borsody für „Männertreu“ – Beste Schauspielerin
  • „Putins Spiele“ – Beste Dokumentation
  • „24 h Jerusalem“ – Bester Mehrteiler Dokumentation
  • Hubert Seipel für „Snowden exklusiv – Das Interview“ – Beste Information
  • „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ – Beste Unterhaltung
  • „Shopping Queen“ – Bestes Dokutainment
  • Yoko und Klaas für „Circus Halligalli“ – Bester Moderator

Beste Sportsendung beim Deutschen Fernsehpreis – eine Besonderheit

Eine Besonderheit ergab sich bei der Kür der Besten Sportsendung im Deutschen Fernsehpreis. Nominiert waren

  • Tom Bartels für seine Kommentare bei der Fußball WM 2014 in der ARD und dem SWR,
  • Mehmet Scholl als Experte bei der Fußball WM 2014 für die ARD und den SWR und
  • Oliver Welke als Moderator bei der Fußball WM 2014 im ZDF.

Alle drei Nominierten hatten nach der Abstimmung einen Gleichstand und wurden dementsprechend mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.