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Der 1. Advent 2021 wirft seine (traurigen) Schatten voraus

Christmas

Die meisten Menschen hatten auf eine „normale“ Weihnachtszeit gehofft, doch zum 1. Advent 2021 sieht es in Deutschland nicht danach aus.

Der 1. Advent 2021 fällt auf den letzten Novembersonntag. Von Normalität kann in Deutschland an diesem Wochenende keine Rede sein. Dafür sorgen die Verschärfungen der Corona-Schutz-Bestimmungen in immer mehr Bundesländern. Sie wurden nach einem explosionsartigen Wachstum der 7-Tages-Inzidenz und in der Folge einer drohenden oder bereits bestehenden Überlastung der Krankenhäuser notwendig. Zuerst „erwischte“ es Bayern, Sachsen und Thüringen, doch auch andere Bundesländer kamen um eine Verschärfung der Maßnahmen nicht herum.

Der 1. Advent 2021 startet vielerorts ohne Weihnachtsmärkte

Ab der Kalenderwoche 46 kam es zu heftigen Diskussionen rund um die Weihnachtsmärkte. Trotz heftiger Gegenwehr aus Leipzig und Dresden entschloss sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Beratung mit Experten dazu, die Weihnachtsmärkte in Sachsen gar nicht erst öffnen zu lassen. Der sächsische Ministerpräsident erhielt für seine strenge Linie zu Wochenbeginn Morddrohungen, sodass die Polizei vorsorglich den Bereich rund um seinen Wohnort abriegeln musste.
Thüringen und Bayern hofften noch darauf, eine solche harte Maßnahme nicht ergreifen zu müssen. In beiden Ländern spitzte sich die Lage bei der Entwicklung in den Krankenhäusern und der Zahl der registrierten Neuinfektionen weiter zu. Deshalb gab es zu Beginn der Adventswoche dort ebenfalls ein Verbot der Weihnachtsmärkte, das ab dem 24. November 2021 in Kraft trat. Damit mussten auch traditionsreiche Weihnachtsmärkte wie der Nürnberger Christkindlesmarkt die Pforten schließen.

Das 1. Adventswochenende 2021 könnte zusätzliche Probleme bringen

Wer in Bayern, Baden-Württemberg oder dem Südosten Deutschlands wohnt, darf auf eine Schneeballschlacht am 1. Adventswochenende 2021 hoffen. Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes soll es dort ab Freitag schneien. Zumindest gilt das ab einer Höhe von 500 Metern über dem Meeresspiegel. Nachtfröste sorgen im gesamten Bundesgebiet mit Ausnahme des Nordostens für Glättegefahr. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die ohnehin kritische Lage in den Krankenhäusern weiter verschärfen, weil dort zusätzlich mit Verletzten durch Stürze und glättebedingte Verkehrsunfälle gerechnet werden muss. Deshalb ist es in diesem Jahr besonders wichtig, dass sich Autofahrer/-innen auf die veränderten Straßenverhältnisse einstellen und vorsichtig fahren. Auf die Krankenhäuser kommen ohnehin weiter wachsende Belastungen zu, denn das Bayessche COVID-19-Modell prognostiziert trotz der verschärften Maßnahmen für die nächsten Tage bundesweit steigende Infiziertenzahlen.

Quelle: Landesregierungen Sachsen, Bayern, Thüringen, DWD