BZgA warnt vor Legal Highs

Anlässlich des morgen bevorstehenden Weltdrogentags warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor dem Konsum so genannter Legal Highs. Insgesamt sind im vergangenen Jahr nach den Zahlen des Bundeskriminialamts für Rauschgiftkriminalität 1.333 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Konsum neuer psychoaktiver Stoffe (NPS) stehen, die auch als Legal Highs bezeichnet werden, sind dabei gestiegen. 2015 waren es noch 39 Todesfälle infolge des Konsums von Legal Highs, 2016 ist die Zahl rasant auf 96 Todesfälle angestiegen.

Legal Highs – harmlose Bezeichnungen sorgen für Verwirrungen

Morgen ist der Internationale Tag gegen den Missbrauch von Drogen. Die gestiegen Zahl an Todesfällen durch Legal Highs nahm die BZgA jetzt zum Anlass, vor deren Konsum zu warnen. Legal Highs werden häufig als Kräutermischungen und Badesalze, Pflanzendünger und Lufterfrischer angeboten. Die bunten Verpackungen und die oft harmlosen Bezeichnungen verleiten jedoch immer mehr Menschen dazu, die Legal Highs zu konsumieren. Dabei ist die genaue Zusammensetzung nicht aufgeschlüsselt, so dass Konsumenten nicht wissen, welche NPS sie geschnupft, gespritzt, geraucht oder geschluckt haben. Die synthetischen Stoffe ahmen meist die Wirkung von Amphetaminen und Ecstasy oder Cannabis nach.

Zum Teil sind die Konzentrationen der psychoaktiven Substanzen dabei so hoch, dass es zu lebensgefährlichen Intoxikationen kommen kann. In der Folge kann es zu Ohnmacht, Herzrasen, Übelkeit und Angstzuständen, Psychosen und Wahnvorstellungen, Kreislaufversagen und Muskelzerfall bis hin zum drohenden Nierenversagen kommen.

Legal Highs – einige Hintergrundinformationen

Legal Highs sind so vielfältig, wie die Darreichungsformen, in denen sie angeboten werden. Immer neue Substanzen werden durch gezielte Manipulationen der chemischen Strukturen auf den Markt gebracht. Einer der bekanntesten Vertreter der Legal Highs ist „Spice“, das 2008 bereits für Aufsehen gesorgt hatte. Die bunten Tütchen enthielten frei verkäufliche getrocknete Kräuter. Sie sollen Cannabis-ähnliche Wirkungen erzielt haben. Fakt ist jedoch, dass bei Laboranalysen herausgefunden wurde, dass die Kräuter lediglich Trägersubstanzen waren. Sie waren mit neuen synthetischen Cannabinoiden versetzt.

Quelle: BZgA