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Bundestagswahl 2021: Grüne sind bei Wahlumfragen stärkste Kraft

Schriftzug Statistik

Bei den neuesten Wahlumfragen zeigt sich eine Trendwende, von der vor allem die Grünen profitieren.

Viele Menschen fragen sich aktuell, was sie bei der nächsten Bundestagswahl auf dem Stimmzettel ankreuzen sollen. Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung wächst, was auch die zahlreichen und leider teilweise mit Gewalteskalation einhergehenden Demonstrationen am 1. Mai 2021 belegten. Als Folge dieser Unzufriedenheit müssen die Regierungsparteien bei den Umfragen kräftige Verluste hinnehmen. Vor allem die Entscheidung bei der Frage der Kanzlerkandidatur scheint der CDU/CSU erheblich zu schaden. Das geht inzwischen so weit, dass die Grünen stärkste Kraft bei den Wahlumfragen sind.

Wie sehen die Wahlumfragen aktuell genau aus?

Die neueste Umfrage stammt von Kantar (ehemals Emnid). Danach landen die Grünen mit 27 Prozent auf dem Spitzenplatz. Das bedeutet im Vergleich zur Umfrage am 7. März 2021 ein Plus von 8 Prozent. Nach der jüngsten Kantar-Umfrage zur Bundestagswahl wäre die CDU/CSU mit 24 Prozent zweitstärkste Kraft. Sie brachte es am 7. März 2021 noch auf 32 Prozent. Ähnlich drastische Verschiebungen zeigten sich auch bei den Forsa-Umfragen. Dort verlor die CDU/CSU in der Zeit vom 10. März bis zum 28. April 2021 sogar 11 Prozent und liegt nun mit 22 Prozent ebenfalls auf dem zweiten Rang. Zeitgleich verzeichneten die Grünen bei den Forsa-Umfragen ein Plus von 10 Prozent und sind nunmehr mit 28 Prozent stärkste Kraft. Ein Blick auf die Allensbach-Wahlumfragen bestätigt diesen Trend. Bei der letzten Umfrage von Yougov (30. April 2021) sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. Dort brachten es die Grünen auf 25 Prozent und die CDU/CSU auf 24 Prozent. Binnen knapp drei Monaten verlor die CDU/CSU bei Yougov 12 Prozent. Allerdings wanderten hier die Wähler auch verstärkt zur FDP ab, die in diesem Zeitraum ein Plus von 4 Prozent verzeichnete und bei der letzten Yougov-Umfrage bei 11 Prozent stand.

Welche Faktoren bewirken die Wählerwanderung?

Dass dabei die Entscheidungen bei der K-Frage eine wichtige Rolle spielen, war von Beginn an klar. Mehrere Umfragen hatten bestätigt, dass sich die Mehrheit der Probanden Markus Söder als Kanzlerkandidaten der CDU/CSU-Fraktion wünscht. Er erhielt 85 Prozent Zustimmung, während es Armin Laschet lediglich auf 15 Prozent brachte. Die Grünen scheinen dagegen mit Annalena Baerbock eine gute Wahl getroffen zu haben. Die mit 40 Jahren im Vergleich zu den anderen Kanzlerkandidaten junge Politikerin gilt als eine Verfechterin einer Umweltpolitik, die nicht zu Lasten einer massiven Verschuldung der Bundesrepublik Deutschland geht. Bei der Coronapolitik forderte sie wiederholt, die Interessen von Kindern und Jugendlichen sowie deren Bildung stärker zu beachten.

Quelle: wahlrecht.de, Deutscher Bundestag