Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Beeren, Kräuter und Co.: Das ist jetzt im Garten zu tun

Jeder Hobbygärtner weiß, dass ein Garten viel Arbeit macht. Wer sich  für einen Nutz- oder Selbstversorger-Garten entscheidet, darf sich aber auch über die Ernte freuen. Was Sie im Juli im Nutzgarten alles erledigen sollten, das wollen wir hier kurz zusammenfassen.

Beeren – ernten, mulchen und mehr

Je nachdem, welche Beeren Sie im Nutzgarten angepflanzt haben, kommen unterschiedliche Aufgaben auf Sie zu. Brombeeren können Sie bereits ab Anfang Juli ernten, sofern Sie sich für frühe Sorten beim Anbau entschieden haben. Die Brombeeren sind reif, wenn sie auf Druck leicht nachgeben. Achten Sie darauf, die Brombeeren nicht zu spät zu ernten, denn überreife Beeren sind anfällig für den Befall der Maden der Kirschessigfliege.

Himbeeren brauchen jetzt etwas zusätzliche Pflege. Sie lieben einen kühlen, gleichmäßig feuchten und humusreichen Boden. Mit einer Mulchschicht können Sie die betreffenden Beete im sonnenreichen Monat Juli vor dem Austrocknen schützen. Gehäckselter Strauchschnitt vermischt mit angetrocknetem Rasenschnitt sin die ideale Mulchschicht für die Himbeeren. Übrigens: Sind die Beeren bereits abgeerntet, können Sie etwas sparsamer gießen.

Bei den Johannisbeeren können Sie jetzt Stecklinge nutzen und diese einfach vermehren. Sie benötigen dafür allerdings einjährige Ruten, die Sie in 20 bis 30 Zentimeter lange Stücke schneiden. Die Blätter müssen Sie abstreifen und die Abschnitte in ein Anzuchtbeet pflanzen. Alternativ eignen sich auch Töpfe, die dann jedoch eine sandige Erde benötigen. Bis die Stecklinge Wurzeln ausgebildet haben, sollten Sie sie immer schön feucht halten. Überwintern können Sie sie im Frühbeet und im nächsten Jahr können Sie die neuen Johannisbeeren am endgültigen Standort auspflanzen.

Auch den Erdbeeren sollten Sie jetzt etwas Aufmerksamkeit schenken, wenngleich die Haupternte bereits Geschichte ist. Alle Ausläufer werden dafür gekappt, alte, fleckige Blätter schneiden Sie direkt über dem Boden ab. So kann das Herz der Staude erhalten bleiben. Den Boden lockern Sie etwas auf, achten aber darauf, dass Sie die Wurzeln nicht beschädigen. Ein organischer Beerendünger, alternativ auch zwei, drei Liter Kompost pro Quadratmeter sorgen dafür, dass der Austrieb neuer, gesunder Blätter gefördert wird.

Obst im Juli – das ist zu tun

Auch andere Obstsorten benötigen Ihre Aufmerksamkeit in den Sommermonaten. Die Quittenbäume mit ihrem flachen Wurzelwerk sollten Sie verschonen. Unter ihnen sollten Sie auf das Hacken und Graben verzichten. Auch gedüngt werden müssen die Quittenbäume jetzt nicht mehr, da sonst die Fruchtqualität durch eine Überversorgung mit Nährstoffen leiden kann.

Möchten Sie Birnen genießen, sollten Sie bereits jetzt die schönsten Früchte vor Fraßschäden schützen. Vögel oder Wespen mögen nämlich besonders frühe Sorten und süße Nashi-Birnen sehr gerne. Umwickeln Sie die schönsten Früchte deshalb jetzt mit etwas Butterbrotpapier. Damit schützen Sie sie auch gleich vor Madenbefall und die Schale wird insgesamt zarter.

Haben Sie Kiwis im Nutzgarten angepflanzt, sollten Sie bei großfrüchtigen, stark wachsenden Sorten darauf achten, diese auszulichten. Die teils mehrere Meter langen Ranken können dafür sorgen, dass die Früchte nicht genug Sonne erhalten. Alle fruchttragenden Triebe sollten Sie daher kräftig kürzen, auf sechs bis acht Blätter nach dem letzten Fruchtansatz. Ranken ohne Früchte können sogar komplett entfernt werden.

Gemüse im Nutzgarten richtig pflegen

Wenn Sie Blumenkohl angebaut haben, sollten Sie darauf achten, dass er nicht zu starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. So bleibt er lange weiß und lecker. Die großen äußeren Blätter können Sie dafür einfach umknicken und über die Knospen legen. Bei Bedarf lassen sich die Blätter sogar mit einem Zahnstocher fixieren.

Auch bei Salaten, wie Kopf- und Pflücksalaten sollten Sie Obacht geben. Bei starker Hitze schießen sie, bilden also vorzeitig Blütenstände. Um das zu vermeiden, können Sie die Sommeraussaat an einem kühlen Platz säen und sie mit einem Vlies beschatten.

Außerdem ist jetzt der letzte Termin, um Buschbohnen auszusäen, am besten dort, wo bisher Kohlrabi und Frühkartoffeln wuchsen. Beete, auf denen Sie bereits im letzten Jahr Bohnen oder Erbsen ausgesät haben, sollten Sie dagegen nicht mit Buschbohnen versehen.

Bei Tomaten und Gurken ist jetzt das regelmäßige Wässern von ganz besonderer Bedeutung! Mindestens zehn Liter Wasser benötigen die ausgewachsenen Pflanzen im Garten und Gewächshaus bei Trockenheit und hohen Temperaturen.

Generell sollten Sie Ihre Gemüsebeete im Juli regelmäßig hacken. Damit bekämpfen Sie nicht nur Unkraut im Gemüsebeet, sondern können den Boden ebenfalls vor dem Austrocknen bewahren. Die feinen Wasserkanäle in der oberen Erdschicht werden durch das Hacken nämlich zerstört, so dass weniger Wasser verdunstet. Am besten gelingt das Hacken nach längeren Regenfällen.

Quelle: Mein schöner Garten