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Bald neue Streiks bei der Lufthansa?

Der große Tarifstreit mit den Piloten macht der Lufthansa schon seit einiger Zeit zu schaffen. Doch nun droht ein neuer Streit zu entbrechen. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter (Ufo) fordert nämlich jetzt ebenfalls mehr Lohn. Insgesamt sollen die Löhne der Flugbegleiter in den nächsten zwei Jahren um acht Prozent steigen. Außerdem soll es vergünstigte Flüge für die Mitarbeiter geben. Das zumindest erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft am Freitag. Damit konnten die Informationen des „Spiegels“ bestätigt werden.

Begründet werden die Forderungen damit, dass die Ticket-Preise sich in der Vergangenheit drastisch erhöht hatten. Die Stewards und Stewardessen könnten daher von den so genannten Stand-by-Tickets, die stark rabattiert werden, profitieren und einen Ausgleich für die geringe Bezahlung erhalten. Insgesamt vertritt die Gewerkschaft Ufo 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter. Vor zweieinhalb Jahren wurde der Konzern von der Gewerkschaft schon einmal bestreikt.

Keine Aussagen seitens der Lufthansa

Die Lufthansa selbst hat bisher noch keine Stellungnahme abgegeben. Ein Konzernsprecher erklärte, dass man Tarifgespräche nur am Verhandlungstisch führe. Wie die Piloten auch, so setzt sich die Gewerkschaft Ufo gegen den drastischen Sparkurs der Lufthansa zur Wehr. Im Vergleich zu den Piloten sind die Flugbegleiter aber in einigen Punkten zu Kompromissen bereit.

So gab die Gewerkschaft beispielsweise schon ihre Zustimmung zu einem neuen Lufthansa-Langstreckenkonzept, das sich vor allem auf touristische Ziele spezialisiert hat. Jedoch muss die endgültige Zustimmung noch erfolgen, da das Konzept zu einem großen Tarifpaket gehört. Bis Mitte Februar 2015 soll die Urabstimmung darüber laufen. Sollte es dabei zu einer Ablehnung kommen, drohen der Lufthansa dann auch Streiks seitens der Flugbegleiter.

Bereits seit April 2014 hält dagegen der Tarifstreit der Lufthansa mit den Piloten an. Grund dafür: Die Piloten fordern eine Schlichtung in allen Streitpunkten, die Lufthansa dagegen erklärte sich bisher nur dazu bereit, über die Frührentenregelung zu sprechen.

Quelle: Deutsche Mittelstands-Nachrichten