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5. August 2021: 10. Jahrestag des Starts der Raumsonde „Juno“

Galaxies in starry night sky

Am 5. August 2021 liegt der Start der Raumsonde „Juno“ genau ein Jahrzehnt zurück. Sie liefert seit 5 Jahren Daten, die den Wissenschaftlern bei der Erforschung des Planeten Jupiter helfen.

Für den Namen der Raumsonde „Juno“ gelten zwei Ableitungen als anerkannt. Einerseits hat sich die Herkunft des Namens von der gleichnamigen Frau des Gottes Jupiter etabliert, die der Sage zufolge durch seinen schützenden Wolkenschleier schauen konnte. Anderseits stellt der Name nach den Angaben der NASA ein Backronym (Zusammenziehung der Initialen) von der Bezeichnung „Jupiter Near-polar Orbiter“ dar. Die Raumsonde soll nach den aktuellen Plänen der NASA noch bis zum Jahr 2025 Daten von dem Gasriesen mit einem Durchmesser von 143.000 Kilometern und insgesamt rund 80 Monden liefern.

Was sind die mit der Raumsonde „Juno“ verbundenen Forschungsziele?

Am 4. Juli 2016 trat die Raumsonde „Juno“ in den Orbit des Gasplaneten Jupiter ein. Das heißt, vom Start in Cape Canaveral bis zum Erreichen des Ziels vergingen 4 Jahre und 11 Monate. Die primäre Mission zur Erforschung des Magnetfelds des Jupiters sowie des Inneren des Gasplaneten wurde im Juli 2021 abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die NASA-Sonde auch bereits den Jupitermond Ganymed (der als größter Mond unseres Sonnensystems gilt) passiert. Bis zum Ende der erweiterten Mission soll die Raumsonde auch dicht genug an den Jupitermonden Io und Europa vorbeifliegen, um den Wissenschaftlern gute Bilder liefern zu können. Die Passage von Europa ist für Ende 2022 geplant. Für 2024 stehen gleich zwei Passagen des Mondes Io an. Parallele Forschungen sollen Ergebnisse zur Entstehung der Jupiterwinde liefern.

Mit welcher Technik erforscht die Raumsonde den Jupiter und seine Monde?

Die wissenschaftliche Technik der Raumsonde „Juno“ besteht aus insgesamt neun Modulen. Dazu gehört neben einem Mikrowellenspektrometer zur Erforschung der Zusammensetzung der Jupiter-Atmosphäre auch ein Magnetometer, das Daten zum Aufbau des Magnetfelds des Gasriesen liefert. Dazu trägt das System Jade bei, das speziell für die Erforschung der Polarlichter von Jupiter entwickelt wurden Das Gravity Science-System hilft bei der Erforschung des Inneren des Planeten und die dort vorhandene Verteilung der Masse. Die Johns Hopkins University ist mit dem System JEDI an der Mission der Raumsonde „Juno“ beteiligt. JEDI soll die Anteile von Helium, Sauerstoff sowie Schwefel und Wasserstoff im Gasriesen erforschen. Die JunoCam verfügt über einen besonders effizienten Strahlenschutz und ist für Bilder der Jupiter-Wolken im Bereich des sichtbaren Lichts gedacht. Außerdem liefert ein System für Aufnahmen im Bereich des ultravioletten Lichts zusätzliche Bilder für die Wissenschaftler. Zudem misst die Sonde Radio- und Plasmawellen im Magnetfeld des Jupiters. Vervollständigt werden die wissenschaftlichen Instrumente der Raumsonde durch den Jovian Infrared Auroral Mapper, der Daten aus dem Infrarotbereich erfasst.

Quelle: NASA