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15. September: Eisenacher Wartburg feiert 15 Jahre Weltkulturerbe

Die Wartburg in Eisenach wurde am 15. September 2000 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen und feiert in diesem Jahr bereits den 15. Geburtstag als Weltkulturerbe. Bereits 1067 entstand die so bekannte Burg über der Kleinstadt in Westthüringen und war seither Schauplatz zahlreicher interessanter Begebenheiten.

Entstanden sein soll der Name der Legende nach durch den Ausspruch „Wart‘ Berg, du sollst mir eine Burg tragen“. Mit der Geschichte Deutschlands ist die Wartburg so tief verwurzelt, wie kaum eine andere Burg. So lebte hier von 1211 bis 1227 die Heilige Elisabeth von Thüringen, auf die das Rosenwunder zurückzuführen ist. Auch Martin Luther hielt sich auf der Wartburg als „Junker Jörg“ versteckt und übersetzte dort das Neue Testament der Bibel. Innerhalb von nur elf Wochen übersetzte er diesen Teil des Testaments und der Sage nach soll er auch Kontakt mit dem Teufel gehabt haben. Um ihn zu verjagen, soll er sein Tintenfass gegen die Wand geschleudert haben. Der berühmt-berüchtigte Tintenfleck konnte noch lange Zeit auf der Wartburg bewundert werden, jedoch kratzten die Besucher ihn nach und nach ab, so dass man begann, ihn künstlich zu erneuern.

Selbst Johann Wolfgang von Goethe verweilte mehrfach auf der Wartburg, erstmals im Jahre 1777. Das erste Wartburgfest fand am 18. Oktober 1817 auf der Wartburg statt. Die Jenaer Urburschenschaft hatte zum 300. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther am 31. Oktober 1517 und im Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 auf die Burg geladen. Bereits ab dem 19. Jahrhundert galt die Wartburg als nationales Denkmal.

In die Geschichte ging auch der legendäre Sängerkrieg auf der Wartburg ein, wenngleich mittlerweile nahezu bewiesen ist, dass dieser nicht tatsächlich stattfand, sondern nur eine Legende ist.

Die Wartburg als beliebtes Ausflugsziel

Jahr für Jahr zieht es viele Urlauber in die Wartburgstadt Eisenach und da darf ein Besuch der legendären Wartburg natürlich nicht fehlen. Bis heute ist die Burg bei einem Rundgang zu entdecken. In der Führung lernen die Besucher viel über die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner, erfahren vom Rosenwunder, dem Sängerkrieg und vielem mehr. Sie können auf der Wartburg auch in einem Restaurant der gehobenen Küche speisen und einen herrlichen Blick über die Stadt erhalten.

Darüber hinaus eignet sich die Wartburg sogar als Ausflugsziel für Kinder. Ab dem Frühjahr warten die Esel darauf, die Kleinsten auf ihrem Rücken den Anstieg zur Burg hinauf zu tragen, ein unvergessliches Erlebnis für den Nachwuchs.

Doch die Wartburgstadt Eisenach hat noch vieles mehr zu bieten, wie das Luther- und Bachhaus, die Automobile Welt Eisenach, in der man sich an den Fahrzeugbau des legendären Wartburgs in der ehemaligen DDR erinnern kann oder die Wandelhalle, in der zahlreiche Kunstobjekte ausgestellt sind. Unweit der Stadt beginnt zudem der legendäre Rennsteig, so dass Naturliebhaber hier voll auf ihre Kosten kommen und der Lutherweg kann ebenfalls begangen werden. Darüber hinaus kommen Motorsportfans bei der jährlichen Wartburg-Rallye auf ihre Kosten, bei der übrigens nicht nur die Wartburgs starten.

Quelle: Wikipedia