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12. Oktober: Welt-Rheuma-Tag

Heute ist Welt-Rheuma-Tag. Und in diesem Jahr steht dieser Tag unter dem Motto „Besser leben – gut altern“. Weltweit werden schon seit einigen Tagen Aktionen angeboten, die den Betroffenen helfen sollen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen und einen weitestgehend normalen Alltag leben zu können. Doch was versteht man eigentlich unter Rheuma?

Der Begriff Rheuma stammt aus dem Griechischen. Dort steht er für einen ziehenden und reißenden Schmerz. Heute versteht man unter Rheuma hingegen alle Erkrankungen im Bewegungsapparat, angefangen bei den Gelenken über die Knochen und Muskeln bis hin zu den Sehnen. Sind keine äußerlichen Verletzungen und keine tumorartigen Veränderungen festzustellen, so ist die Rede von Rheuma.

400 Rheuma-Erkrankungen sind bekannt

Wie sich aus dieser kleinen Definition bereits ablesen lässt, versteht man unter Rheuma also keine klare Diagnose oder eine bestimmte Erkrankung, sondern werden unter dem Oberbegriff mittlerweile mehr als 400 einzelne Erkrankungen zusammengefasst. Diese ähneln sich zum Teil, sind aber mitunter auch extrem unterschiedlich in ihrem Auftreten. Ursache, Art der Symptome, Verlauf, Folgen und Behandlung müssen daher stets der individuellen Erkrankung zugeordnet bzw. angepasst werden.

Mittlerweile ist auch davon auszugehen, dass sich die rheumatischen Erkrankungen nicht mehr nur auf den Bewegungsapparat begrenzen lassen. Die Bindegewebsstrukturen werden durch Rheuma nämlich ebenfalls beeinflusst und das Bindegewebe ist nahezu im gesamten Körper vorhanden. Das heißt, dass fast jedes Organ erkranken kann und eine rheumatisch-entzündliche Ursache vorliegt. Typische Beispiele dafür sind die

  • rheumatischen Entzündungen im Gehirn,
  • rheumatischen Entzündungen in den Gefäßen,
  • rheumatischen Entzündungen in den Nieren,
  • rheumatischen Augenentzündungen usw.

Wie gefährlich ist Rheuma?

Insbesondere wenn Organe des Körpers vom Rheuma betroffen sind, kann dies lebensgefährlich sein. Eine schnelle Diagnose und Einleitung der Behandlung sind daher zwingend erforderlich. Übrigens: Rheuma tritt nicht nur im fortgeschrittenen Alter auf. Rheumatische Erkrankungen sind selbst bei Kindern schon festgestellt worden. Kleinkinder können an sehr schwerem Rheuma leiden, das auf die Organe übergreift und lebensgefährlich werden kann.

Im Erwachsenenalter sind es vor allem die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die auftreten – und das schon in jungen Jahren. Zu diesen gefährlichen rheumatischen Erkrankungen zählen zum Beispiel das Still-Syndrom, die Arthrose, das Löfgren-Syndrom oder Morbus Bechterew, um nur einige zu nennen.