11. Januar 2016 – 30 Jahre Gateway Bridge in Brisbane

Am 11. Januar 1986 wurde die Gateway Bridge im australischen Brisbane eröffnet. Sie durfte sich damals zu den Rekordhaltern zählen, denn sie war mit einer Spannweite von 260 Metern die weltweit längste Balkenbrücke, die aus Spannbeton errichtet worden war. Am höchsten Punkt ragt sie stolze 64,5 Meter über den Brisbane River auf. Die Gesamtlänge der Gateway Bridge beträgt 1.630 Meter. Über ihre 21 Meter Breite verläuft eine sechsspurige Straße, die von den Queensland Motorways betrieben wird. Entworfen wurde die Gateway Bridge nach einem Design von Bruce Ramsey, welches von den Technikern des Entwicklerbüros Mc Donald, Wager & Priddle umgesetzt wurde.

Welche Herausforderungen waren bei der Gateway Bridge zu lösen?

Zum Zeitpunkt der Planung und des Baus der Gateway Bridge mussten die Entwickler berücksichtigen, dass die Obergrenze der Höhe bei 80 Metern über dem Meeresspiegel lag. Sie ergab sich aus den geltenden Regelungen zum Schutz des Flugverkehrs in Australien. Andererseits wird der Brisbane River aber auch von der Schifffahrt intensiv genutzt. Daraus wiederum ergab sich der Anspruch, eine Durchfahrtshöhe von 55 Metern garantieren zu müssen. Gelöst wurde das dadurch, dass der Brückenträger in der Mitte lediglich eine Höhe von 5,2 Metern hat.

Weitere wissenswerte Fakten zur Gateway Bridge

Der Bau der Gateway Bridge startete 1980, noch bevor die letzten Planungsentwürfe abgeschlossen waren. Bei der Errichtung wurde die Technik des freien Vorbaus angewendet. Diese Technik wurde in Brasilien entwickelt, wo im Jahr 1930 die bei Herval befindliche Brücke über den Rio do Peixe auf diese Weise gebaut wurde. Die Gateway Brücke in Brisbane besteht aus 2.500 Tonnen Spannstahl und 9.900 Tonnen Betonstahl. Außerdem wurden rund 150.000 Tonnen Beton beim Bau verbraucht. Die Baukosten stellte die Regierung des australischen Bundeslands Qeensland zur Verfügung. Die Gateway Bridge kann nur nach Entrichtung einer Maut passiert werden. Da die Kapazitäten der Spannbetonbrücke schon bald nicht mehr ausreichten, wurde inzwischen in der direkten Nachbarschaft eine weitere Brücke errichtet. Nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2010 wurde der Verbund in die Sir Leo Hielscher Brigdes umbenannt.

Quelle: govianetwork, structurae