Zahlreiche neue Buschbrände in Kalifornien gemeldet

Es ist, als wolle Mutter Natur mit einer Vielzahl von Buschbränden in Kalifornien Donald Trump zu einem Umdenken bei seiner starren Haltung zur Klimapolitik bringen. Allein am 24. Oktober 2019 wurde ein halbes Dutzend neuer Waldbrände gemeldet.

Einige der neu gemeldeten Buschbrände in Kalifornien breiteten sich so rasch aus, dass es betroffene Bewohner nur mit größten Anstrengungen schafften, vor den Flammenwalzen zu fliehen. Nach Angaben in der LA Times fraßen sich die Flammenwände teilweise mit einer Geschwindigkeit von bis zu fünf Kilometern pro Stunde voran.

Welche Buschbrände in Kalifornien wurden in den letzten Stunden gemeldet?

Für den Großraum Los Angeles droht die größte Gefahr vom Tick Fire. Es bracht am frühen Nachmittag des 24. Oktober 2019 aus und verschlang binnen weniger als einem Tag eine Fläche von rund 16 Quadratkilometern. Bis zum Morgen des 25. Oktober 2019 konnten es die Firefighter gerade einmal zu rund 5 Prozent unter Kontrolle bringen, obwohl die lokalen Fire Departments mit rund 500 Feuerwehrleuten vor Ort sind. Dort mussten bereits großräumige Evakuierungen angeordnet werden. Die Evakuierten bekommen im College of Canyons in Santa Clarita Hilfe. Kleintiere werden im Castaic Animal Care Center in Santa Clarita aufgenommen. Parallel zur unmittelbaren Gefahr der Flammen kommen hier die Rauchschwaden, die der Wind vom Tick Fire über den gesamten Großraum Los Angeles treibt.

Riesige Buschbrände auch im Norden von Kalifornien

Am 24. Oktober2019 wurde kurz nach in den frühen Morgenstunden ein Buschfeuer aus dem Norden von Geyserville gemeldet. Auch dort zeigt sich die brisante Lage an der raschen Ausbreitung. Binnen 15 Stunden fraß das Kincade Fire eine Fläche von rund 65 Quadratkilometern. Auch hier sehen die Erfolge der Firefighter noch sehr schlecht aus, denn sie haben lediglich 5 Prozent der Flammenwände unter Kontrolle. Das Kincade Fire bekämpfen aktuell rund 1.300 Feuerwehrleute, aber sie konnten nicht verhindern, dass bereits rund 50 Gebäude zum Opfer fielen. Auch hier mussten bereits umfangreiche Evakuierungen angeordnet werden. Zwei der Notquartiere in Heardsburg haben bereits die Kapazitätsgrenzen erreicht. Betroffene sollen deshalb alternativ zum Notquartier im Santa Rosa Veterans Memorial Building fahren.

Eine Entspannung bei den Waldbränden in Kalifornien ist nicht in Sicht

Am Freitag sollen die Santa-Ana-Wind etwas nachlassen. Aber bereits für dem Samstag erwarten die Meteorologen ein Auffrischen der Winde, die erneut in Böen Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometer pro Stunde erreichen sollen. Dann wird der Funkenflug zum Hauptproblem. Er sorgt für die Entstehung neuer Brandherde und eine rasche Vergrößerung der Flammenfronten. Das heißt, es ist zusätzliches Personal für die intensive Überwachung der Bereiche rund um die aktuell tobenden Waldbrände erforderlich. Außerdem wurden vorsorglich neue Stromabschaltungen angekündigt. Allein beim Versorger SoCal Edison könnten sie am Wochenende bis zu 300.000 Haushalte in Südkalifornien betreffen.

Quelle: California Department of Forestry & Fire Protection