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Wie sehen die neuesten Entwicklungen beim Coronavirus aus?

Ampullen mit Blutproben

Inzwischen stuft die WHO das Risiko einer Pandemie beim Coronavirus als hoch ein. Dazu tragen neue Erkenntnisse bei, die in den letzten Tagen über den Erreger gewonnen wurden.

Besonders prekär bei den neuen Erkenntnissen zum Coronavirus sind zwei Fakten. Einerseits scheint die Inkubationszeit länger zu sein, als die Wissenschaftler bisher angenommen haben. Andererseits beschäftigt sich das International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) nach den Angaben der WHO im Situationsbericht vom 21. Februar 2020 derzeit mit der Frage, ob auch eine Übertragung des Erregers durch rohe Lebensmittel möglich ist. Die WHO gab die generelle Empfehlung heraus, Lebensmittel tierischer Herkunft aus China nur vollständig durchgekocht zu verzehren.

Wie haben sich die Infiziertenzahlen beim Coronavirus entwickelt?

Bis zum 21. Februar 2020 stieg die Zahl der gesicherten Infektionen in China auf 75.569 an. Vom Donnerstag zum Freitag kam allein in China 894 diagnostisch gesicherte Fälle von Neuinfektionen hinzu. Der lokale Schwerpunkt bleibt Hubei mit einem Anteil von 631 bestätigten Neuinfektionen. Auf dem zweiten Rang landet Shandong mit 202 binnen eines Tages neu gemeldeten Fällen. Auch der Blick auf die Entwicklung im Ausland zeigt die Brisanz der Lage. Südkorea verzeichnete 100 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit stieg die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Fälle auf 204. Hinzu kommen 14 neue Verdachtsfälle. Korea reagiert sehr konsequent. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Entscheidung von Samsung. Nachdem ein Fall einer Infektion gemeldet wurde, schloss das Unternehmen ein komplettes Werk, in dem Smartphones hergestellt werden. Das könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass es Lieferschwierigkeiten bei dem soeben auf den Markt gebrachten Modell Samsung Galaxy Flip Z gibt.

Wie präsentiert sich die Lage beim Coronavirus in anderen Teilen der Welt?

In Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Belgien scheint sich die Lage zu beruhigen. Von dort wurden am 21. Februar 2020 von der WHO keine neuen Coronavirus-Fälle gemeldet. In Italien gab es dagegen binnen eines Tages drei weitere bestätigte Fälle. Nachdem am Samstag der zweite Todesfall durch das Coronavirus in Italien publik wurde, griff der Gesundheitsminister hart durch. Er wies die Behörden in zehn Städten in der betroffenen Region an, sämtliche öffentlichen Gebäude, alle Behörden und großen Lebensmittelmärkte sowie Schulen, Sporteinrichtungen und Diskotheken vorübergehend zu schließen. Die Entwicklung bei den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ bestätigen den Verdacht auf eine längere Inkubationszeit. Dort stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus vom Donnerstag zu Freitag um 13 auf nunmehr 634 Fälle. Unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs sind inzwischen zwei Todesfälle durch die Lungenerkrankung zu beklagen.

Quelle: WHO Situation Report