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Wie profitiert der Bekleidungshandel vom Weihnachtsgeschäft? | Alltagsmagazin.de

Wie profitiert der Bekleidungshandel vom Weihnachtsgeschäft?

Nach einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney geben die Deutschen immer weniger Geld für Bekleidung aus. Dieser Trend dürfte sich auch beim Weihnachtsgeschäft 2018 fortsetzen.

Der Bekleidungshandel profitiert im Gegensatz zu den anderen Handelsbereichen nicht von den wachsenden Einkommen der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland. Auch der Lebensmittelhandel muss seit einiger Zeit Einbußen hinnehmen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Was hemmt den Bekleidungshandel in Deutschland?

Die größten Schwierigkeiten haben die Modehändler, die ausschließlich über niedergelassene Geschäfte verkaufen. Dort schrumpfen die Umsätze mit 0,4 Prozent seit dem Jahr 2012 am stärksten. Dieser Entwicklung liegt ein allgemeiner Trend zugrunde, denn immer mehr Waren werden in den Onlineshops bestellt. Die meisten Umsätze verlieren die niedergelassenen Bekleidungshändler an die großen Onlineshops. Dabei benennt die Unternehmensberatung A.T. Kearney in ihrer Studie vor allem Zalando, Asos und Amazon. Doch auch das Online-Geschäft kann mit den Steigerungen der Einkommen nicht mithalten. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Gesamtausgaben für Bekleidung. Haushalte gaben 2018 rund ein Prozent ihrer Budgets weniger aus als im Jahr 1994. Insgesamt fließen nur noch 4,8 Prozent der Haushaltsbudgets in den Kauf von Bekleidung. Auch die Ausgaben für den Kauf von Schuhen weisen eine ähnliche Entwicklung auf.

Wofür geben die Deutschen ihr Geld beim Einkauf am liebsten aus?

Im Bereich Mode gibt es gegenläufige Trends. Die Deutschen greifen in jüngster Zeit vor allem im Niedrigpreissegment zu. Dort werden bevorzugt Teile gekauft, die vom Design her kurzlebig sind. Andererseits erfreut sich Luxuskleidung steigender Beliebtheit. Das setzt vor allem die Bekleidungshersteller und Bekleidungshändler unter Druck, die sich auf das mittlere Preissegment fokussieren. Am stärksten wachsen die Anteile der Haushaltsausgaben für Gesundheitsprodukte und Pflegeprodukte. Auf dem zweiten Platz der steigenden Haushaltsausgaben bei Einkäufen landen Produkte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik. Dieses Bild dürfte sich auch bei der Bilanz des Einzelhandels und Onlinehandels für das Weihnachtsgeschäft 2018 bestätigen. Mehr Geld geben die Deutschen außerdem für Sport- und Freizeitartikel, für den Haushalt sowie für ihre Haustiere aus. Der Anteil der Ausgaben für Möbel und Heimwerkerartikel an den Haushaltsbudgets ist in den letzten beiden Jahrzehnten nahezu identisch geblieben.

Quelle: A.T. Kearney