Wetterlage: Auch in den ersten Junitagen schwere Unwetter erwartet

In den letzten Tagen haben bereits mehrere Unwetter für Chaos gesorgt. Noch ist keine Entspannung der Lage in Sicht, denn bis zum kommenden Wochenende prognostiziert der Deutsche Wetterdienst weiterhin ein hohes Unwetterpotential.

Die derzeitige Hitzewelle und die dadurch verursachten Unwetter haben den Versicherungen bereits massenhaft Schadensmeldungen beschert. Der Grund waren Hagelschläge und zahlreiche Überflutungen, welche durch Starkregen ausgelöst wurden. Der DWD gibt derzeit eine besondere Gefahr an. Viele Gewitterzellen sind sehr standortstabil, sodass punktuell immense Regenmengen binnen kurzer Zeit zusammenkommen.

Wuppertal war am 29. Mai 2018 besonders betroffen

Ein kräftiges Unwetter schlug am Dienstag in Wuppertal zu. Dort muss von Glück im Unglück gesprochen werden, denn das Dach einer Tankstelle stürzte ein. Obwohl sich dort gerade mehr als ein Dutzend Fahrzeuge befanden, gab es nur einen Leichtverletzten. Auch an der Bergischen Universität Wuppertal gab es massive Schäden. Dort stürzten Teile des Dachs eines Gebäudes unter den Regenfluten ein. Außerdem wurden in zwei Universitätsgebäuden die Keller und die Erdgeschossbereiche geflutet. Der Rektor teilte offiziell mit, dass es dort glücklicherweise keine Personenschäden gegeben hat.

Der Mai 2018 brachte Deutschland mehrere Tornados

Insgesamt wurden im Mai bisher 18 Verdachtsfälle gemeldet. Davon konnten bisher zwei Fälle bestätigt werden. Dabei handelt es sich um einen Tornado, der am 16. Mai 2018 Boisheim, Dilkrath und Schellerbaum traf. Er erreichte nach den gefundenen Spuren zeitweise die Stärke F2. Auch das Ereignis am 24. Mai 2018 im hessischen Linden konnte bereits als Tornado bestätigt werden. Genaue Einstufungen der Stärke gibt es derzeit noch nicht.

Erwartete Entspannung an den Flüssen im Osten blieb bisher aus

Während die Südwesthälte Deutschlands unter den Regenmassen der Unwetter leidet, klagen die Schifffahrtsbetriebe in Sachsen noch über extrem niedrige Wasserstände. Betroffen ist beispielsweise die Elbe. Der Pegel Schöna wies am 25. Mai 2018 einen Wasserstand von 89 Zentimetern aus. Am 26. Mai stieg er durch Regenfälle in Tschechien kurzzeitig auf 187 Zentimeter. Am 30. Mai 2018 lag er bereits wieder nur bei einem Meter. In Dresden ist die Lage nicht anders. Am dortigen Pegel wurde schon am 29. Mai 2018 wieder ein Pegelstand von weniger als einem Meter verzeichnet. Entspannung ist nicht in Sicht. Das zeigt ein Blick auf die Durchflussmengen, die von den tschechischen Behörden am 30. Mai 2018 für das Einzugsgebiet der Elbe ausgewiesen werden.
Quelle: Uni Wuppertal, Tornadoliste, umwelt.sachsen.de