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Welche Ausbildungsberufe haben die besten Zukunftsaussichten?

Schriftzug Statistik

Ausbildungsberufe im Pflegebereich sind krisenfest. Doch in welchen Bereichen der Wirtschaft deutet sich für künftige Auszubildende ebenfalls eine stabile Arbeitsmarktlage an?

Die Zukunft der einzelnen Ausbildungsberufe war eine der Fragen, die sich die Analysten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (kurz IAB) in einer aktuellen Studie stellten. Die Resultate bestätigten auch für die nächsten beiden Jahrzehnte Trends der jüngeren Zeit. Doch es gibt regionale Besonderheiten, wie eine genaue Prüfung der vom IAB vorgelegten Zahlen beweist.

Welche Ausbildungsberufe sind bundesweit zukunftssicher?

Beim Vergleich der Zukunftsaussichten schaffen es die Gesundheitsberufe (Pflege, Medizintechnik, Wellness) bundesweit auf den zweiten Rang. Hier sollten sich Personalchefs darauf einstellen, dass es auch in den nächsten Jahren im Durchschnitt zwischen 3 und 3,5 Monate dauern wird, bis eine offene Stelle neu besetzt werden kann. Noch ein paar Tage mehr müssen Unternehmen einplanen, die offene Stellen vergeben wollen, für die abgeschlossene Ausbildungsberufe aus den Bereichen Informatik, Informationstechnik und Kommunikationstechnik erforderlich sind. Außerdem ist auch im nächsten Jahrzehnt ein bundesweiter Mangel bei Fachkräften der Mechatronik sowie bei den Vertretern der Energie- und Elektroberufe zu erwarten. In der Mehrheit der Bundesländer fehlt auch weiterhin der Nachwuchs bei den Vertretern der Medizinberufe (Ärzte, examinierte Krankeschwestern und Krankenpfleger). In diesem Bereich ist die Lage nur in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein etwas besser als in anderen Regionen Deutschlands.

Wo zeigt sich ein punktuell erhöhter Bedarf bestimmter Ausbildungsberufe?

In der regionalen Entwicklung der Zukunftschancen der verschiedenen Ausbildungsberufe manifestieren sich außerdem die Hotspots einiger Branchen. So liegt beispielsweise in den nächsten Jahren der Bedarf für Fachkräfte der Holzverarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt leicht über dem bundesweiten Durchschnitt. Fachkräfte für Metallbau und Metallerzeugung haben in Sachsen-Anhalt und Thüringen überdurchschnittlich gute Chancen. Der bundesweit größte Bedarf für Geografen, Geologen und Umweltschutzexperten besteht perspektivisch in Thüringen. Ein Teil dieser regionalen Unterschiede ist der Bevölkerungswanderung und der Demografie geschuldet. Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen in den nächsten Jahren die größten Verluste bei der Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter hinnehmen. Die größten Zuwächse bei der Erwerbstätigenzahl erwarten die Analysten in den nächsten zwei Jahrzehnten in Hamburg und Berlin.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)