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Waldbrandrisiko: Entspannung der Lage in Deutschland in Sicht

Forest fire in the Courel range

Das Waldbrandrisiko in Deutschland sinkt in den nächsten Tagen spürbar. In anderen Regionen der Welt bleibt die Lage dagegen angespannt.

Zahlreiche Gewitter haben dafür gesorgt, dass das Waldbrandrisiko vom DWD mittlerweile auf zwei Dritteln des Gebiets der Bundesrepublik Deutschland als niedrig eingeschätzt wird. Dieser Bereich erstreckt sich südlich einer Linie zwischen Bielefeld und Dresden. Dort gilt die Waldbrandwarnstufe 3 nur noch lokal eng begrenzt. Der DWD geht davon aus, dass im Laufe des 17. August 2020 auch dort eine Rückstufung auf die Waldbrandwarnstufe 2 möglich sein wird.

Wo bleibt das Waldbrandrisiko in Deutschland hoch?

Nördlich der Linie Dresden – Bielefeld gilt aktuell noch großflächig die Waldbrandwarnstufe 4. In den südöstlichen Bereichen von Mecklenburg-Vorpommern sowie im Norden von Brandenburg kann die Waldbrandwarnstufe 5 nach den aktuellen Prognosen frühestens in der Nacht vom Sonntag zum Montag aufgehoben werden. Trotz der angekündigten Regenfälle bleibt die Warnstufe 3 vor allem im Osten von Brandenburg auch über die Mitte der Kalenderwoche 34/2020 hinaus bestehen. Ähnlich präsentiert sich auch die Lage beim Grasland-Feuerindex. Dort konnte die Warnstufe 5 bis auf einen kleinen Bereich im Osten Niedersachsens bereits aufgehoben werden. Am Sonntag (16. August 2020) bleibt die Lage sowohl im Nordosten als auch Südwesten der Bundesrepublik kritisch und erfordert die Warnstufe 4. Nach einer Entspannung zu Wochenbeginn spitzt sich die Lage beim Grasland-Feuerindex mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern sowie in einem Streifen von Hessen bis Schleswig-Holstein ab Mittwoch wieder zu.

Waldbrandsaison in den USA läuft noch auf Hochtouren

Von Hilfe durch günstiges Wetter kann bei den Waldbränden in Kalifornien keine Rede sein. Die Regenwahrscheinlichkeit ist in Südkalifornien in den nächsten Tagen extrem gering. Die Meteorologen prognostizieren zudem weiterhin mit 37 bis 38 Grad Celsius sehr hohe Temperaturen. Gute Nachrichten gibt es trotzdem inzwischen vom Apple Fire. Zwei Wochen nach dem Ausbruch des Buschfeuers ist es den Firefightern endlich gelungen, die Flammenwände zu 90 Prozent einzudämmen. Allerdings warnte das zuständige Fire Department unter Verweis auf die Hitzewelle bereits vor weiterhin bestehenden Gefahren. Ähnliche Erfolge konnten auch am Hog Fire und am Stagecoach Fire erzielt werden.
Kritisch ist die Lage nach wie vor am Lake Fire im Norden von Santa Clarita. Das Feuer war am 12. August 2020 ausgebrochen und konnte bis Freitagabend nur zu rund einem Zehntel unter Kontrolle gebracht werden. Im Umfeld der beim Lake Fire brennenden Fläche wurden zahlreiche Evakuierungen angeordnet. Notunterkünfte stehen in der Highland High School und im Castaics Sports Complex zur Verfügung. Dort sind unbedingt die Coronaschutzregeln zu beachten. Ankommende Hilfesuchende werden deshalb aufgefordert, bei der Ankunft in ihren Fahrzeugen zu bleiben, bis sie konkrete Anweisungen von den Mitarbeitern der lokalen Gesundheitsämter erhalten.
Die Lage bei den Waldbränden in den USA ist nicht nur in Kalifornien gefährlich. Auch im US-Bundesstaat Arizona brennt es an vielen Stellen. Besonders betroffen sind aktuell die Regionen östlich von Phoenix und nordöstlich von Tucson. Weitere Waldbrände werden aus einem breiten Streifen zwischen Las Vegas und Salt Lake City (Utah) gemeldet. Zusätzliche Schwerpunkte der aktuellen Waldbrandsaison stellen der Westen von Colorado, der Süden von Idaho und Washington sowie der Norden von Wyoming und der Osten von Montana dar.

Quelle: DWD, California Government