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Waldbrände in Australien: Kein Ende in Sicht

Wie gefährlich der Kampf gegen die Buschfeuer in Australien ist, zeigt der Absturz eines Löschflugzeugs, bei dem drei amerikanische Firefighter ums Leben kamen.

Die konkrete Ursache des Absturzes der amerikanischen Helfer bei der Bekämpfung der Buschbrände in Australien ist noch unklar. Die Behörden vor Ort gehen ersten Einschätzungen zufolge davon aus, dass der starke Wind im Umfeld der brennenden Gebiete mit dafür verantwortlich sein könnte. Deshalb stellte die kanadische Firma, von der die vom Unglück betroffene Maschine der Baureihe Hercules C130 stammt, den Flugbetrieb in den australischen Provinzen Victoria und New South Wales vorsorglich ein.

Ausmaß der Buschfeuer in Australien ist noch immer gewaltig

Allein im Umfeld von Bermagui und Moruya vernichteten die Waldbrände an einem Tag eine Fläche von 240.000 Hektar. Eine Entspannung ist in einem Großteil der brennenden Regionen nicht in Sicht. Stattdessen wurden sie am 23. Januar 2020 noch einmal mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius und einer extremen Trockenheit konfrontiert. Regional gab es zu Wochenbeginn massive Hagelschläge. Nun hüllen wieder Rauchschwaden die Gebäude ein. Die nahe Canberra brennenden Buschfeuer verursachten einen so dichten Rauch, dass der Flughafen der Stadt vorrübergehend den Flugbetrieb einstellen musste. Außerdem waren die Flammen bereits bis dicht an das Flughafengelände herangerückt. In Melbourne gab es braunen Regen, der dafür sorgte, dass auch die Wettkämpfe im Rahmen der Australian Open verschoben werden mussten.

Wie sieht die Lage bei den Waldbränden in Australien konkret aus?

Allein in New South Wales Brennen noch immer mehr als 70 Buschfeuer. 44 der Waldbrände konnten trotz der Unterstützung durch Firefighter aus anderen Ländern noch nicht unter Kontrolle gebracht werden. Aktuell sind rund 1700 Feuerwehrleute an der Bekämpfung der Waldbrände allein in New South Wales beteiligt. Die Aussetzung zahlreicher Löschflüge verzögert die Eindämmung zusätzlich. Der nationale Wetterdienst in Australien warnt davor, dass sich die Lage in der Nacht und am Freitag durch schwierige Wetterbedingungen noch weiter verschärfen könnte.
Immer mehr australische Journalisten bezeichnen die Waldbrände als eine „eskalierende Klimakrise“. Sie machen die unzureichende Klimapolitik der australischen Regierung dafür verantwortlich. Viele Redaktionen haben bei allen Beiträgen zu den Waldbränden die Paywalls entfernt, um allen interesseierten Menschen den ungehinderten Zugang zu den Informationen zu ermöglichen. Sie bitten die Leser stattdessen um freiwillige kleine Spenden.
Diese Klimakatastrophe hat auch einen der Kandidaten im „Dschungelcamp 2020“ auf den Plan gerufen. Sven Ottke versprach mehrfach, seinen Gewinn zu spenden, wenn er Dschungelkönig werden sollte.

Quelle: The Guardian Australia