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Trump zieht weiter durch: USA verlassen UNESCO

Momentan sieht es so aus, als wolle Donald Trump dafür sorgen, dass die USA aus allen Organisationen aussteigen will, bei denen sie als Mitgliedsstaat Bedingungen erfüllen oder Beiträge zahlen müssen. Inzwischen wurde auch die Mitgliedschaft in der UNESCO, einer der 17 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, aufgekündigt. Das zeigt das widersprüchliche Denken des aktuellen US-Präsidenten, denn eigentlich möchte er auch die Bildung fördern. Genau das gehört zu den Aufgaben der UNESCO.

UNESCO ist nicht nur für den Welterbeschutz zuständig

Die Widersprüchlichkeit des Verhaltens von Donald Trump wird noch an einer anderen Stelle beim Austritt aus der Organisation deutlich. Eine weitere Aufgabe der UNESCO ist die weltweite AIDS- und Drogenprävention. Gerade im Hinblick auf die Drogen haben die USA erhebliche Probleme. Das betrifft hauptsächlich den Umgang mit Opioiden. Deshalb hatte Donald Trump erst im August 2017 den nationalen Notstand ausgerufen, um unter anderem dem oft recht leichtsinnigen Umgang mit Oxycodon ein Ende zu bereiten. Oxycodon ist in den USA bei vielen Schmerzpatienten der Einstieg in eine „Karriere“ mit harten und illegalen Drogen. Deshalb ist es völlig unverständlich, dass er nur wenige Wochen später die Mitgliedschaft in einer Organisation aufkündigt, die ihn genau bei diesem Ziel unterstützen könnte.

Welche weiteren Faktoren spielen beim UNESCO-Austritt eine Rolle?

Der Verdacht, dass Trumps Ignoranz der Auswirkungen des menschlichen Tuns auf das Klima eine Rolle spielt, liegt sehr nahe, da sich die UNESCO auch den Artenschutz und den Schutz der Trinkwasserressourcen auf die Fahnen geschrieben hat. Diese Ignoranz hatte bereits im Sommer zum Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen geführt. Auch die von der UNESCO vertretenen Auffassungen zur Pressefreiheit dürften Donald Trump ein „Dorn im Auge“ sein. Er hatte erst unlängst offen darüber nachgedacht, einigen TV-Sendern die Lizenz wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber seinen Auffassungen entziehen zu lassen.

Donald Trump ist nicht der erste US-Präsident, bei dem es Differenzen mit der UNESCO gibt. Schon im Jahr 1974 verweigerte der damalige Präsident Gerald Ford die Beitragszahlung. Ein Austritt der USA wurde 1984 von Ronald Reagan verkündet und realisiert. Erst im Jahr 2003 waren die USA unter George W. Bush der Organisation wieder beigetreten.

Quelle: ARD