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Stromerzeugung in Deutschland: Anteil Kohle ist gestiegen

Electricity pylons and power lines

Wie präsentiert sich die Entwicklung bei den für die Stromerzeugung verwendeten Energieträger in der Bundesrepublik Deutschland? Hier finden Sie Zahlen.

Die Folgen des Ukrainekriegs und der damit im Zusammenhang stehenden Embargos haben deutliche Auswirkungen auf die Nutzung der Energieträger für die Stromerzeugung. Dabei zeigen sich sowohl erfreuliche Trends als auch Entwicklungen, die vor allem mit Blick auf die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des globalen Klimas bedenklich sind. Das belegt das Zahlenmaterial, das vom Statistischen Bundesamt Anfang Juni 2022 vorgelegt wurde.

Grundsätzliche Trends bei den Energieträgern für die Stromerzeugung

Im Vergleich des ersten Quartals 2021 zum Vorjahresquartal ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland um 6,7 Prozent gestiegen und lag zuletzt bei 47,1 Prozent. Das heißt allerdings im Umkehrschluss, dass bei der Erzeugung der Elektroenergie immer noch 52,9 Prozent der Energiequellen aus der Gattung der konventionellen Energieträger stammen. Größere Verschiebungen innerhalb dieser Gruppe der Energieträger sind den Folgen des Ukrainekriegs geschuldet. Der Anteil von Erdgas reduzierte sich im ersten Quartal 2022 auf 13,0 Prozent im Vergleich zu 16,2 Prozent im ersten Quartal 2021. Im Vergleich der jeweils zweiten Quartale dürfte die Reduzierung des Erdgasanteils noch deutlicher ausfallen. Einen Teil der Gasausfälle musste mit dem Hochfahren der Leistung von Kohlekraftwerken kompensiert werden. In der Folge stieg der Anteil an der Stromproduktion von 29 Prozent im ersten Quartal 2021 auf 31,5 Prozent im ersten Quartal 2022. Neben den Gasausfällen musste Deutschland auch die ausfallenden Kapazitäten durch die Abschaltung von drei Kernkraftwerken kompensieren. Die verbliebenen drei Kernkraftwerke machen lediglich noch einen Anteil von 6 Prozent an der Stromerzeugung aus.

Welche Trends zeichnen sich bei klimafreundlichen Stromlieferanten ab?

Gegenläufige Trends gibt es auch innerhalb der Nutzung erneuerbarer Energieträger. Den größten Zuwachs gab es binnen Jahresfrist bei der Windkraft. Der Anteil stieg von 24,2 Prozent im Vorjahresquartal auf 30,1 Prozent im ersten Quartal des laufenden Jahres. Ein Plus von 1,6 Prozent wurde außerdem bei der Nutzung der Sonnenenergie verzeichnet. Der Anteil der Photovoltaiksysteme an der Stromerzeugung machte nach den Angaben des Statistischen Bundesamts im letzten Quartal 6,3 Prozent aus. Bei der Verwendung von Biogas und Wasserkraft schlug zeitgleich ein Minus von 0,2 Prozent zu Buche. Deutschland bezieht aktuell rund 3 Prozent der Elektroenergie aus Wasserkraft und 5,4 Prozent der Stromkapazitäten aus Biogaskraftwerken.

Quelle: Statistisches Bundesamt