Rettung für thailändische Jugendliche geht in eine neue Phase

Schon seit dem 23. Juni 2018 warten in einer Höhle in Thailand 12 jugendliche Fußballer und ihr Trainer auf ihre Rettung. Da neue Monsunregenfälle drohen, haben sich die lokalen Behörden dazu entschlossen, nun einen Rettungsversuch zu wagen.

Bisher wurde vergeblich nach Spalten gesucht, über welche die 13 Eingesperrten aus der Höhle in Thailand herausgeholt werden könnten. Pläne, eine Rettungsröhre zu bohren, wurden verworfen. Das würde viel zu lange dauern, denn neue Monsunregenfälle sind angekündigt. Durch sie würde der Wasserstand in der Höhle rapide steigen und den verbleibenden Überlebensraum gravierend beschränken.

Fußballer und Trainer wurden auf Tauchgänge vorbereitet

Obwohl die Rettungskräfte Sauerstoff aus Flaschen in die Höhle gebracht haben, reduziert sich der Sauerstoffgehalt der dortigen Luft rapide. Das heißt, auch dadurch drängt die Zeit. Deshalb hatten sich die Rettungskräfte dazu entschlossen, den Fußballern und ihrem Trainer die Grundlagen des Tauchens in der Höhle beizubringen. Zeitweise sah es nicht danach aus, als ob das eine Lösung bringen würde. Inzwischen ist der Gesundheitszustand so stabil, dass die Retter das Risiko eingehen wollen. Die ersten Jungen sollen schon am Sonntag zusammen mit erfahrenen Tauchern die vier Kilometer Distanz bis zum Höhlenausgang überwinden. Eigens dafür hatten die Rettungskräfte vor Ort in den letzten Tagen leistungsstarke Pumpen eingesetzt, um den Wasserstand in der Höhle so weit wie möglich zu senken. Derzeit gibt es kaum Nachrichten von dort, weil die Verantwortlichen den Medienbereich vor der Höhle haben räumen lassen.

Wie soll die Rettung der Eingeschlossenen genau verlaufen?

Die Jungen sollen in Dreiergruppen herausgeholt werden. Dabei wird jeder Jugendliche von zwei erfahrenen Tauchern begleitet. Dabei wirken sowohl Armeetaucher als auch erfahrene Ziviltaucher mit. Dazu gehören auch Experten für Höhlentauchgänge aus Großbritannien, Navy Seals aus den USA sowie Tauchspezialisten aus Australien. Auf der vier Kilometer langen Strecke wurden im Vorfeld bereits zusätzliche Sauerstofftanks positioniert. Auch Elon Musk beteiligt sich an der Rettungsaktion. Er hat sowohl auf Tunnelbohrungen spezialisierte Ingenieure als auch Ausrüstung geschickt. Dazu gehören aufblasbare Luftschläuche, welche den Jungen das Tauchen mit Atemmasken ersparen würden. Allerdings können sie aufgrund der engen Durchgänge in dem Höhlensystem nicht überall zum Einsatz kommen. Die am Freitag vorbereitend durchgeführten Tests der sogenannten „Luftsocken“ mit einem Probanden, der noch nie mit Geräten getaucht hat, gaben Anlass zur Hoffnung.

Quelle: Bangkok Post