Regierungsparteien rutschen in den Umfragen immer weiter ab

Schon die Europawahl 2019 hatte den großen Parteien einen „Denkzettel“ verpasst. Die aktuellen Zahlen der „Sonntagsfrage“ zeigen, dass sich der Trend zur Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung weiter fortsetzt. Vorteile daraus ziehen die Grünen und die AfD.

Noch in diesem Jahr stehen in mehreren Bundesländern die Landtagswahlen an. Allein schon deshalb ist ein Blick auf die aktuellen Resultate der Wahlumfragen interessant. Brandenburg und Sachsen wählen am 1. September 2019 die neuen Landtage. In Thüringen werden die Wahlberechtigten am 27. Oktober 2019 an die Wahlurnen gerufen. Am 23. Februar 2020 stehen die Landtagswahlen in Hamburg an.

Wie sehen die Zahlen der Wahlumfragen in den einzelnen Bundesländern aus?

Die neueste Wahlumfrage in Brandenburg wurde von Infratest dimap in der ersten Juniwoche 2019 durchgeführt. Der Spitzenreiter ist aktuell die AfD mit 21 Prozent vor der SPD mit 18 Prozent. Die CDU und die Grünen teilen sich den dritten Rang mit jeweils 17 Prozent. Auch in Sachsen hat die AFD mit 25 Prozent nach den aktuellen Wahlumfragen (INSA 13. Juni 2019) die Nase vorn. Die CDU schafft 24 Prozent. Mit jeweils 16 Prozent landen die Grünen und die Linken auf dem dritten Rang. Die SPD bekommt nach den aktuellen Umfragen bei der Landtagswahl in Sachsen lediglich 7 Prozent aller Sitze. Auch in Thüringen liefert INSA die derzeit neuesten Umfrageresultate. Sie stammen von Ende Mai 2019. In Thüringen hat die CDU mit 26 Prozent die Nase noch ganz knapp vorn, denn hier bringen es die Linken mit 25 Prozent auf den zweiten Platz. Die AfD ist in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl in Thüringen mit 20 Prozent ebenfalls sehr stark.

Vorgezogene Neuwahlen für den Bundestag würden die Kräfteverhältnisse massiv ändern

Stellenweise gab es nach den Resultaten der Europawahl Forderungen nach einer vorgezogenen Neuwahl des Deutschen Bundestags. Das sich die regierenden Parteien gegen vorzeitige Neuwahlen stellen, ist beim Blick auf die aktuellen Resultate der „Sonntagsfrage“ zum Bundestag mehr als verständlich. Nach den Daten, die Forsa und Emnid am 15. Juni 2019 lieferten, würde die CDU/CSU im Vergleich zum Wahlresultat 2017 zwischen 8 und 9 Prozent verlieren und es nur noch auf einen Stimmenanteil von 24 bis 25 Prozent bringen. Die Gewinner bei diesen beiden Umfragen sind eindeutig die Grünen mit 27 Prozent. Auf dem dritten Platz rangiert die AfD mit 13 Prozent. Sehr deutlich wird in den aktuellen Umfragen die SPD abgestraft. Sie müsste mit Verlusten zwischen 8,5 und 9,5 Prozent rechnen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.

Quelle: Wahlrecht.de