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Netflix plant Dokumentarfilm über Unglücke der Boeing 737 Max

Airplane landing at sunset

Mehrere Abstürze von Fliegern der Baureihe Boeing 737 Max haben zu einem Flugverbot geführt. Nun kündigte das Streamingportal Netflix an, daraus einen Dokumentarfilm machen lassen zu wollen.

Der Dokumentarfilm zur Boeing 737 Max komm vom Produzenten Rory Kennedy. Er soll nach ersten Hinweisen in amerikanischen Branchenmedien Aspekte zeigen, die in der Berichterstattung rund um die Abstürze und die Ermittlung der Unfallursachen bisher keine große Rolle spielten.

Was ist zum Dokumentarfilm zur Boeing 737 Max bisher noch bekannt?

Macherin Rory Kennedy hat für den Dokumentarfilm mit unzähligen Beteiligten gesprochen, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Danach sieht es so aus, als ob nicht nur technische Probleme für die Abstürze mehrerer Maschinen des Typs Boeing 737 Max verantwortlich waren. Die Recherchen des Filmemachers deuten darauf hin, dass parallel fehlende Flugerfahrungen der Piloten verantwortlich waren. Mark Bailey schrieb das Drehbuch für den von Netflix gekauften Film. Es ist nicht die erste Kooperation zwischen Bailey und Kennedy, denn sie arbeiteten bereits im Jahr 2014 gemeinsam am Dokumentarfilm „Las Days in Vietnam“. Als dritter Beteiligter sie die Imagine Documentaries Filmstudios beteiligt. Dieses Unternehmen wurde in jüngster Zeit vor allem durch Dokumentationen der riesigen Waldbrände der vergangenen Jahre in Kalifornien bekannt. Rory Kennedy ist ebenfalls auf Dokumentationen aller Art spezialisiert. Sie startete ihre Produzentenkarriere im Jahr 1999 mit „American Hollow“. Bekannt ist sie außerdem beispielsweise durch „Hidden Crisis: Women & AIDS“ (2002), „Zug um Zug in den Wahnsinn“ (2011) und „Zum Mond und noch viel weiter – Die Reise der NASA“ (2018).

Warum sind die Unglücke der Boeing 737 Max so interessant?

Konkret geht es um die Serie der Abstürze von Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8, die im Oktober 2018 begann. Damals kamen bei einem Flug von Lion Air alle 189 Passageriere und Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Unfallermittler gingen von Problemen mit dem Assistenzsystem MCAS (Maneuvring Characteristics Augmentation Systems) aus. Im März 2019 stürzte eine weitere Boeing 737 Max 8 kurz nach dem Start in Addis Abeba ab. Erste Ermittlungen wiesen auf ähnliche Unfallursachen hin. Danach durften keine Maschinen dieses Typs mehr starten. Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erteilte sogar dem Nachfolgermodell Max 9 mit einer Allgemeinverfügung am 25. November 2019 ein Betriebsverbot. Noch steht nicht fest, ab wann und unter welchen Aufgaben das Betriebsverbot aufgehoben wird.

Quelle: Netflix, IMDb, Aviation Safety Network