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Mercedes-Benz ruft 800.000 Autos zurück

Cooperation of mechanics in cars workshop

Wegen eines Defekts an der Kühlmittelpumpe ruft der Autohersteller Daimler weltweit rund 800.000 Mercedes-Benz Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Die Autofahrer müssen aber Geduld haben, denn mangels Ersatzteilen dürfte es eine Weile dauern, bis die Reparatur durchgeführt werden kann.

Daher empfiehlt der Autobauer den betroffenen Fahrern, ihre Autos so wenig wie möglich zu bewegen. Auch eine Brandgefahr kann man nicht ausschließen, heißt es weiter. Hintergrund des Rückrufs ist ein mögliches Leck in der Kühlmittelpumpe. Durch das Leck könnten sich die Bauteile möglicherweise erhitzen. Das Unternehmen hat laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung bereits alle betroffenen Autofahrer mittels Brief informiert.

Welche Modelle sind betroffen?

Auf Anfrage wollte ein Daimler-Sprecher zwar die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge nicht bestätigen, gab allerdings bekannt, dass die Baureihen der Dieselmodelle der SUV GLE, GLS, GLC und G-Klasse, sowie der C-, E- und S-Klasse betroffen seien. Produziert wurden die Autos zwischen . In Deutschland sind rund 240.000 Autos von dem aktuellen Rückruf betroffen.

Die Kühlmittelpumpe der Fahrzeuge lässt sich über Unterdruck steuern. Sie könnte eine Undichtigkeit zwischen Kühlmittel- und Unterdruckkreislauf aufweisen, wie es in dem Schreiben an die Autofahrer hieß. In der Folge könne es zu einem Anstieg der Bauteiltemperatur „bis hin zu einer Brandgefahr“ kommen.

Reparaturen wegen Ersatzteilmangel nicht sofort möglich

Gleichzeitig informierte die PKW-Tochter Mercedes-Benz über einen aktuell vorherrschenden Ersatzteilmangel, so dass die notwendigen Reparaturen nicht sofort durchgeführt werden könnten. Daher könnten aktuell noch keine Termine in den betreffenden Werkstätten vereinbart werden. Bis die Reparatur durchgeführt werden kann, müssten die Autofahrer „besonders umsichtig“ fahren und die Nutzung des Autos auf das erforderliche Minimum beschränken. Bereits für Mitte bis Ende Januar plant man allerdings den ersten Schwung der Reparaturen, die anstehen.

Die Ersatzteilverknappung ist eine weitere Folge der anhaltenden Corona-Pandemie. Etliche andere Autohersteller konnten schon im letzten Herbst die Produktion nicht wieder hochfahren. Die Herstellung von Halbleitern weist ebenfalls Engpässe auf, allerdings werden die Halbleiter für Chips benötigt. Das sorgt für Probleme in der Branche.

Quelle: Reuters