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VW ruft 21.000 Touran zurück

Cooperation of mechanics in cars workshop

Der Autokonzern Volkswagen muss 21.000 Fahrzeuge des Modells VW Touran zurück in die Werkstätten rufen. Hintergrund ist ein Unfall bei einem mit Erdgas betriebenen Wagen.

In der Begründung heißt es, dass Teile des Tanks durchrosten und im schlimmsten Fall bersten können. Daher hat VW vorsorglich 21.000 erdgasbetriebene Modelle des Touran in die Werkstätten zurückgerufen. In Deutschland sind laut aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) mehr als 8.300 Siebensitzer-Exemplare betroffen.

Hintere zwei Gasflaschen: Korrosion möglich

Wie der Konzern angibt, kann es in einzelnen Fahrzeugen bei den hinteren beiden der insgesamt vier Gasflaschen zu Korrosionen kommen. Diese sind bei Routinechecks von außen nicht ganz einsehbar, so dass die Korrosion oft unbemerkt bleibt. Langfristig führt diese jedoch zur Materialschwächung und „im ungünstigsten Fall“ kann es dann eben zu einem schlagartigen Austritt des CNG-Gemischs kommen.

Die betroffenen Autos sollen daher in den Werkstätten intensiv untersucht werden, wie Volkswagen mitteilte. Das Problem sei bei „umfangreichen Qualitätsüberprüfungen“ festgestellt worden. Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge wolle man jetzt anschreiben. Gasflaschen werden bei Bedarf vorläufig deaktiviert oder ersetzt. Betroffen sind CNG-Varianten des VW Touran aus dem Modelljahr 2006 sowie aus den Jahren 2010 bis 2015.

VW-Erdgasmodelle bereiten öfter Probleme

Problematisch ist die Meldung auch deshalb, weil VW-Erdgasmodelle nicht zum ersten Mal Schwierigkeiten bereiten. Tanks und Flaschen fielen schon öfter negativ auf. So fand eine frühere Austauschaktion für die Modelle Passat und Caddy statt. Auch bei ihnen konnte die Wandstärke der Tanks bzw. Flaschen durch Rost unter ein kritisches Maß sinken.

2016 ist im niedersächsischen Duderstadt eine Flasche zerborsten und verletzte den Fahrer schwer. Daraufhin hatten mehrere Tankstellenkonzerne ihren Tankstellen empfohlen, vorerst kein Erdgas mehr zu verkaufen.

Quelle: dpa