Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Lufthansa-Streik am 23. November 2016

Die Lufthansa-Piloten haben jetzt bekanntgegeben, den morgigen Mittwoch komplett zu streiken. 24 Stunden soll der Arbeitskampf andauern und sämtliche Lang- und Kurzstreckenflüge der Lufthansa bestreiken. Das teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Montag in Frankfurt mit. Betroffen seien von den Streiks alle Flüge aus Deutschland. Damit ist bereits der 14. Streik im laufenden Tarifkonflikt beschlossene Sache.

Streit um Tarifgehälter führt zum Streik am 23.11.2016

In den aktuellen Streitigkeiten zwischen Lufthansa und Gewerkschaft geht es ausschließlich um die Tarifgehälter der 5.400 Piloten, die die Vereinigung Cockpit vertritt. Man verlangt Tariferhöhungen von 22 Prozent, verteilt auf fünf Jahre. Bereits am letzten Mittwoch lehnte die Gewerkschaft eine vorgeschlagene Schlichtung zu den Gehaltsverhandlungen ab. Dabei begründete man die Ablehnung mit dem viel zu niedrigen Gehaltsangebot seitens der Airline. Dieses könne man nicht als Grundlage für eine Schlichtung akzeptieren.

Die Vorstellungen von Gewerkschaft und Airline bezüglich der Tarifgehälter klaffen extrem weit auseinander. Bis April 2017 fordert die Gewerkschaft Gehaltserhöhungen von 22 Prozent in fünf Stufen, nachdem der letzte Tarifvertrag über die Gehälter der Piloten bereits im April 2012 ausgelaufen war. Lufthansa hat dagegen lediglich ein Lohnplus von 2,5 Prozent angeboten und das auch noch bis Ende 2018.

Die Gewerkschaft beklagte, dass die Milliardengewinne des Unternehmens ausreichend Spielraum für entsprechende Gehaltserhöhungen lassen. Die Reallohnverluste, die die Lufthansa jedoch anbietet, könne man nicht hinnehmen. Die Airline selbst hatte letzte Woche noch versucht, mit dem Angebot einer Schlichtung für Frieden zu sorgen und den erneuten Pilotenstreik abzuwenden.

Renten und Übergangsversorgung ebenfalls ungeklärt

Allerdings sind im schwelenden Tarifstreit auch noch andere Fragen offen. So geht es vor allem um Betriebsrenten und die Übergangsversorgung. Heute wird es ebenfalls schon zu einem Streik kommen, dafür hat Verdi das Kabinenpersonal zum Streik aufgerufen. Dieser Streik soll allerdings nur Hamburg und Düsseldorf betreffen. Seit fünf Uhr heute Morgen bis 20 Uhr heute Abend soll das Kabinenpersonal an beiden Standorten die Arbeit bei Lufthansa-Tochter Eurowings niederlegen. Bislang habe man keinerlei Einigung mit dem Eurowings-Vorstand finden können. Schon im Oktober kam es zu Streiks bei Eurowings, wobei damals jedoch die Gewerkschaft Ufo dazu aufrief. Ufo und Verdi konkurrieren derzeit bei Eurowings um die Vertretung des Kabinenpersonals.

Quelle: dpa