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Kritik am Neun-Euro-Ticket – vom Fahrgastverband

Old fashioned tram in the city center, Prague

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert das Neun-Euro-Ticket. Die Idee sei zwar grundsätzlich gut, allerdings werden Anreize an der falschen Stelle gesetzt und es seien etliche Webfehler in der Planung entstanden, heißt es.

Das Neun-Euro-Ticket plant die Regierung eigentlich, um die Bürger aufgrund der hohen Spritpreise zu entlasten. Dennoch sieht der Fahrgastverband Pro Bahn Probleme bei dessen Umsetzung. So geht man von „überfüllten Zügen auf touristisch beliebten Strecken“ aus, wie Karl-Peter Naumann, Sprecher des Fahrgastverbands gegenüber der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ erklärte. Daher müssten mehr Züge bestellt werden.

Neun-Euro-Ticket ein guter Ansatz

Nauman sprach von dem Sonderticket als guten „Ansatz“ zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs/. Gleichzeitig beklagte er, dass es nur für den Regionalverkehr greifen solle. Pendler, die in die Ferne pendeln, gingen leer aus. Dabei seien gerade sie besonders stark von den hohen Spritpreisen betroffen.

Daher forderte Naumann dauerhafte Verbesserungen sowohl bei den Zugverbindungen, als auch bei der Ausstattung der Verkehrsbetriebe. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien, blieben die Verbraucher auch „dauerhaft bei der Bahn als Alternative“.

Neun-Euro-Ticket erst ab Juni

Allerdings soll das Neun-Euro-Monatsticket/ erst ab dem 01. Juni 2022 gelten und maximal für drei Monate angeboten werden. Die Kosten belaufen sich auf schätzungsweise 2,5 Milliarden Euro, die der Bund übernehmen will.

Vielfach wird der späte Start mit Umstellungsaufwänden in den Ticket- und Buchungssystemen begründet. Ein Schelm, wer denkt, dass der Bund Kosten einsparen will, indem er die Vergünstigungen auf die Hauptreisezeiten in den Sommermonaten begrenzt, wenn viele Deutsche ohnehin im Urlaub sind und das Ticket gar nicht voll nutzen können.

Quelle: AFP