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ISSpresso – Espresso für die Besatzung der ISS auf dem Weg ins All

Am 13. April 2015 wird das unbemannte Raumschiff SpaceX auf den Weg zur internatonalen Raumstation ISS geschickt. Die Ladung besteht aus Nahrungsmitteln und wissenschaftlichen Ausrüstungen. Doch auch kleines Extra zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der ISS ist mit an Bord. Dabei handelt es sich um ein zwanzig Kilogramm schweres Gerät mit dem Namen ISSpresso, das künftig für die Astronauten Espresso zubereiten soll.

Wie funktioniert die Espressozubereitung im Weltall?

Das die Besatzung der ISS keine Espressomaschine bekommt, wie sie auf der Erde verwendet wird, ist logisch. Diese würde unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit nicht funktionieren. Doch ein Element haben die italienischen Entwickler von ISSpresso von den irdischen Espressomaschinen übernommen. Dabei handelt es sich um die Kapseltechnik. Sie ist recht praktisch, da in den Kapseln das Kaffeepulver festgehalten wird. Anfänglich würde der Espresso in Beutel aus Kunststoff gebrüht. Doch dann gelang es den italienischen Kaffeespezialisten, eigens für die NASA und den Einsatz auf der ISS spezielle Kaffeebecher zu entwickeln, die über den so genannten Kapillareffekt verfügen. Die ISSpresso wurde von den Ingenieuren so konzipiert, dass sie von den Technikern im All jederzeit vor Ort repariert werden kann. Eigentlich sollte sie längst auf der ISS sein, aber sie gehörte zur Ladung des unbemannten Raumschiffs, das im Januar 2015 beim Start explodiert ist.

Warum schickt die NASA eine Expressomaschine ins All?

Nicht nur der Körper sondern auch die Psyche der Astronauten wird durch die Enge und die Bedingungen der Arbeit in der Schwerelosigkeit erheblich belastet. Deshalb versucht die NASA alles, um das Leben der Astronauten so angenehm und „normal“ wie möglich zu machen. In den Ladungen der unbemannten Raumschiffe sind deshalb auch häufig kleine Leckereien wie beispielsweise Eiskrem enthalten. Außerdem gibt die NASA den Astronauten die Möglichkeit, mit ihren Angehörigen zu telefonieren und sich viele Events wie Nachrichten oder Sportwettkämpfe live in einem speziellen Stream anzuschauen. Der ISSpresso-Automat ist ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg zu einem halbwegs „normalen“ Leben in der internationalen Raumstation.

Quelle: Spiegel