Guido Westerwelle: Erster öffentlicher Auftritt bei CHIO Aachen

Um Guido Westerwelle ist es in den letzten Wochen ruhig geworden. Nach der überraschenden Diagnose akute Leukämie im Juni, als der ehemalige deutsche Außenminister eigentlich nur sein Knie untersuchen lassen wollte, hat er sich sofort in Behandlung begeben. Für öffentliche Auftritte war er nicht zu haben und so konnte er auch nicht an der Geburtstagsfeier für Bundeskanzlerin Angela Merkel in der vergangenen Woche teilnehmen. Doch beim Reitturnier CHIO Aachen hat sich Westerwelle jetzt erstmals wieder der Öffentlichkeit gezeigt.

CHIO Aachen: Für Westerwelle seit Jahren ein fester Termin

Für Guido Westerwelle ist das CHIO Reitturnier in Aachen seit Jahren ein fester Termin, kein Wunder, ist sein Mann Michael Mronz doch der Chef-Vermarkter des bekannten Reitturniers. Noch am vergangenen Dienstag hatte Mronz erklärt, dass öffentliche Auftritte für den 53-jährigen Westerwelle derzeit nicht möglich seien. Zum Reitturnier jedoch schaffte er es überraschend.

Dementsprechend oft zeigten auch die Kameras Guido Westerwelle und schwenkten vom Platz des Geschehens auf den Politiker. Gezeichnet von seiner Krebs-Behandlung scheint er aber schon jetzt zu sein. Man vermutet, dass er seine Haare bereits verloren habe, weil er den Kopf mit einer dunkelblauen Baseballkappe verdeckte. Trotzdem zeigte sich Westerwelle vergnügt und applaudierte mehrmals, wie die Aufzeichnungen bestätigen.

CHIO Aachen wird von schwerem Sturz Katrin Eckermanns überschattet

So sehr wie man sich für Guido Westerwelle freut, dass er es schaffte, beim CHIO Reitturnier in Aachen dabei zu sein, so groß war der Schockmoment, als Katrin Eckermann bei dieser Veranstaltung vor 40.000 Zuschauern stürzte. Die Springreiterin stürzte an einem Wassergraben, schon drei Tage zuvor beim Großen Preis von Aachen war sie bei einem ähnlichen Hindernis schwer gestürzt.

Die 24-Jährige stand zunächst nicht mehr auf, es herrschte atemlose, bedrückende Stille auf dem Veranstaltungsgelände in Aachen – von einer Sekunde auf die andere. Eckermann konnte kurzzeitig nicht richtig atmen, im Krankenhaus stellte man einen Schlüsselbeinbruch fest. Das Pferd, Firth of Lorne, erlitt nur geringe Verletzungen, eine starke Verstauchung am linken Vorderlauf, aber kein Bruch – das ist die Auswertung der Tierärzte, die zuversichtlich sind, das Pferd wieder in seine Form bringen zu können.

Das Reitturnier musste aufgrund des schweren Sturzes unterbrochen werden, schließlich konnte aber Christian Ahlmann den mit einer Million Euro dotierten Preis gewinnen. Für den gebürtigen Marler war der Sieg aber nur von untergeordneter Bedeutung, er freute sich in erster Linie darüber, dass Eckermann wieder ansprechbar war und keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten hat.