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Folgen der Coronakrise mit innovativen Ideen minimieren

Strand mit Warnflagge

Ein Fakt steht jetzt schon fest: Die Coronakrise sorgt für zahlreiche Veränderungen, die nicht alle nach dem Ende der Pandemie wieder verschwinden. Aber es gibt Hoffnung: Die Wandlungen sind sowohl negativer als auch positiver Natur.

Die Bürger scheinen trotz zahlreicher Diskussionen mehrheitlich mit den Entscheidungen der Bundesregierung während der Coronakrise zufrieden zu sein. Das zeigt ein Blick auf die Trends bei den jüngsten Ergebnissen der sogenannten „Sonntagsfrage“. In einer Forsa-Umfrage vom 18. April 2020 brachte es die CD/SCU auf stolze 39 Prozent. Das bedeutet ein Plus von rund 10 Prozent im Vergleich zu den Werten vor dem Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19. Aktuell hat dabei die Abwanderung von Wählerinnen und Wählern der Grünen zur CDU/CSU die größte Bedeutung. Bei anderen Umfrageinstituten sehen die Trends ähnlich aus. Die langfristige Bedrohung der Menschheit durch den Klimawandel rückt durch die akute Bedrohung durch das Coronavirus in den Hintergrund.

Auswirkungen der Coronakrise verringern: Boxen für den Strand

Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird es die Tourismusbranche sein, die am längsten unter den Folgen der Coronakrise leidet. In Italien denkt der Verband der Badeanstalten bereits darüber nach, ob sich die Bilanz des Jahres 2020 mit technischen Hilfsmitteln retten lässt. Zu diesem Verband gehören auch die Betreiber der Rettungsschwimmerstationen an zahlreichen Mittelmeerstränden. Wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ berichtete, gibt es erste Überlegungen, die Strände mit Trennwänden aus Plexiglas zu bestücken. Daraus sollen Boxen nach dem Vorbild der Abtrennungen in Großraumbüros mit einer Grundfläche von 4,5 x 4,5 Metern entstehen, die Platz für zwei Personen bieten. Diese Abtrennungen wären auch als Lösung für die Reduzierung der Ansteckungsgefahr in Strandbars oder Biergärten denkbar. Außerdem sind sie für den Einsatz als Gliederung großer Büros geeignet. Die Idee kommt von einem Unternehmen, das auch Plexiglasaufsätze für größere Tische in Gaststätten und Betriebskantinen entwickelt hat.

Das Autokino feiert ein Comeback

Das erste Autokino der Welt öffnete in den USA im Jahr 1933 die Tore. Nach dem Ende des II. Weltkriegs erlebten Autokinos einen Boom, der bis nach Europa schwappte. Das erste Autokino in Deutschland nahm 1960 den Betrieb auf. Der Rekordhalter befindet sich in Gravenbruch und hat bis heute überlebt. Die Beliebtheit der Autokinos war eine ernste Konkurrenz für die traditionellen Kinosäle mit Bestuhlung. Allerdings gab es einen massiven Einbruch der Besucherzahlen nach der flächendeckenden Verbreitung der TV-Geräte. Vor dem Beginn der Coronakrise gab es in Deutschland rund 20 dauerhaft oder saisonal betriebene Autokinos. In den letzten Wochen hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. Beispiele der Neulinge sind der Parkplatz der Essener Grugahalle, das Cineplex-Autokino auf dem Parkplatz des Messe- und Congress-Centrums Münsterland, das Motor Movie Autokino Ruhr auf dem Flugplatz Essen Mühlheim und das Autokino auf dem Parkplatz der Messe Düsseldorf. Außerdem liegen der Bundesnetzagentur rund 80 Anträge für die Zuteilung von Radiofrequenzen für die Einrichtung zusätzlicher Autokinos vor. Auch einige Kirchen nutzen diese Standorte für Outdoor-Gottesdienste.

Kreativität könnte an vielen Stellen für ein Stückchen Normalität sorgen

Derzeit werden Forderungen laut, dass sich auch die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel mit der Frage beschäftigen müssen, wie Abstandsregelungen längerfristig auch im Normalbetrieb umsetzbar sind. Gibt es künftig mit Plexiglas abgetrennte Abteile in Bussen? Denkbar wäre es, weil eine solche Lösung recht kostengünstig als Nachrüstung umgesetzt werden kann. Lässt die Deutsche Bahn in Zukunft auch Regionalbahnen wieder mit 4er- oder 6er-Abteilen bauen? Werden die Passagiere in Ferienfliegern künftig nicht mehr in engen Sitzreihen zusammengepfercht, sondern es gibt kleine Kabinen an Bord der Flugzeuge? Auch das könnte durchaus passieren, denn selbst nach dem Ende der Coronakrise kann sich die Menschheit nicht sicher fühlen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis ein neues Virus auftaucht, das erneut eine Pandemie auslösen könnte.

Quelle: La Repubblica, Bundesnetzagentur, Forsa