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Filmfestival Venedig 2022: Catherine Deneuve bekommt Ehrenpreis

Venice, Italy at sunset.

Catherine Deneuve darf sich auf das Filmfestival Venedig 2022 besonders freuen, denn dort soll ihr bisheriges Lebenswerk mit einem Ehrenpreis gewürdigt werden.

Das diesjährige Filmfestival Venedig, das von den Einheimischen kurz „Mostra“ genannt wird, findet vom 31. August bis zum 10. September 2022 statt. Inzwischen wurde von der Festivalleitung bereits offiziell bestätigt, wer den Goldenen Löwen als Anerkennung für das bisher geschaffene Lebenswerk in Empfang nehmen darf. Bereits Anfang Mai wurde ein Goldener Löwe für Paul Schrader angekündigt. Anfang Juni 2022 gab Festivalchef Alberto Barbera außerdem einen Goldenen Löwen für Catherine Deneuve bekannt.

Was umfasst das bisherige Lebenswerk von Catherine Deneuve?

Die französische Schauspielerin erblickte das Licht der Welt mit dem bürgerlichen Namen Catherine Fabienne Dorléac am 22. Oktober 1943 in Paris. Sie stand erstmals im Alter von 14 Jahren in „Junge Rosen im Wind“ (1957) vor der Kamera. Seither wirkte Catherine Deneuve an rund 140 TV- und Kinoproduktionen mit. Bereits im Jahr 1998 durfte sie sich über eine Anerkennung ihres Lebenswerks mit einem Goldenen Bären beim Internationalen Filmfestival Berlin freuen. 2005 folgte die Goldene Ehrenpalme beim Internationalen Filmfestival Cannes. Hinzu kommen unzählige Preise für einzelne Werke bei lokalen Filmfestivals. Auch eine Nominierung für einen Oscar (1993 für ihre Rolle in „Indochine“) geht bereits auf ihr Konto. Catherine Deneuve lieferte außerdem zahlreiche Soundtracks. Dazu gehören beispielsweise drei Titel im Film „Die Liebenden – Von der Last, glücklich zu sein“ (2011) sowie zwei Titel im Film „Dancer in the Dark“ (2000). Bei zwei Projekten aus den Jahren 1975 und 1988 versuchte sich Catherine Deneuve als Produzentin.

Wofür wird Paul Schrader beim Filmfestival Venedig 2022 geehrt?

Paul Schrader wurde am 22. Juli 1946 im US-Bundesstaat Michigan geboren. Er studierte in Kalifornien Filmwissenschaften und arbeitete anfänglich als Drehbuch- und Filmkritiker. Im Jahr 1974 durfte er sich über die Verfilmung seines ersten eigenen Drehbuchs freuen („Yakuza“). Zwei Jahre später lieferte er das Drehbuch für das von Martin Scorsese als Regisseur betreute Projekt „Taxi Driver“. Zu seinen Erfolgen als Drehbuchautor gehören außerdem beispielsweise die Bruckheimer-Filme „Ein Mann für gewisse Stunden“ (1980) und „Katzenmenschen“ (1982). Als Regisseur startete Paul Schrader 1978 mit dem Film „Blue Collar – Kampf am Fließband“ voll durch. 2019 wurde er mit dem Drehbuch zu „First Reformed“ für einen Oscar nominiert. 2005 durfte er sich über einen Franklin J. Schaffner Award freuen. 1977 und 1981 gab es für Paul Schraders Drehbücher für „Taxi Driver“ und „Raging Bull“ Nominierungen für einen Golden Globe Award. Beim Filmfestival Venedig räumte er 2017 einen Green Drop Award für „First Reformed“ ab. Bereits 1999 erhielt er für sein bis dahin geschaffenes Lebenswerk den Laurel Award der Writers Guild of America.

Quelle: La Biennale di Venezia