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Endlich wieder freie Sicht auf den Kölner Dom

Dom Köln

Die Kölner sagen oftmals, wenn der Dom einmal fertig ist, geht die Welt unter. Jetzt wurde eine Restaurierung an dem Wahrzeichen der Stadt abgeschlossen, doch um die Welt muss man sich nicht sorgen, denn die nächsten Ausbesserungen am Kölner Dom sind bereits in Planung.

In den letzten zehn Jahren konnte man keinen freien Blick auf den Kölner Dom genießen, am Nordturm der Kathedrale stand ein 30 Meter hohes Hängegerüst. Jetzt ist es endlich verschwunden und die Sicht auf die Doppelspitze des Kölner Doms ist wieder frei.

Spektakulärer Abbau des Hängegerüsts am Kölner Dom

Doch nicht nur das Gerüst war etwas Besonderes, auch sein Abbau war spektakulär. So hat ein Baukran das Gerüst aus 100 Metern Höhe auf den Boden gehoben – und zwar in drei Etappen. Kein Wunder, dass sich etliche Schaulustige versammelten und das Spektakel verfolgten.

Peter Füssenich, Dombaumeister in Köln, erklärte, dass alles reibungslos verlaufen sei. Ursprünglich sollte das Hängegerüst bereits am Dienstag abgebaut werden, allerdings musste man die Aktion kurzfristig verschieben, da der Wind zu stark wehte.

Hängegerüst seit 2011 am Kölner Dom

Das Hängegerüst war bereits 2011 installiert worden. Grund dafür: Es gab Steinschläge und da unten am Dom ständig viele Menschen vorbei laufen, war das natürlich zu gefährlich. Als Ursache für den Absturz von Steinen fand man die Verwendung von Eisen in den Filialtürmchen heraus. Sie zieren die Ecken des Turms. Jetzt hat man das Eisen gegen Edelstahl ausgetauscht. Gleichzeitig wurden einige Schäden aus dem Krieg ausgebessert und zwei über drei Meter hohe Engelsfiguren ersetzt.

Jetzt soll der Kölner Dom mindestens bis 2023 in seinem vollen Glanz erstrahlen. Dann jedoch soll schon das nächste Gerüst folgen. Als Hauptursache sieht Dombaumeister Füssenich die filigrane Bauweise des Doms mit unzähligen Oberflächen und Tausenden kleinen Filialtürmen. Sie sorgen dafür, dass am Kölner Dom immer etwas zu tun ist und daher hat Füssenich auch keine Sorge, dass die Welt in den kommenden Jahrzehnten untergehen wird.

Quelle: dpa