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Der Glacier-Nationalpark wird 110 Jahre alt

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Zusammen mit dem Waterton-Lakes-Nationalpark bildet der Glacier-Nationalpark den Waterton-Glacier International Peace Park. Die Region steht seit 1995 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

Der Glacier-Nationalpark erhielt den Status als Naturschutzgebiet von der amerikanischen Regierung erstmals am 11. Mai 1910. Seit 1976 ist die Region auch als weltweit bedeutendes Biosphärenreservat geschützt. Sie trägt den Beinamen „Crown oft he Continent“ völlig zutreffend. Es ist ein Schutzgebiet, in dem unzählige Tierarten trotz der auch dort spürbaren Auswirkungen des globalen Klimawandels überleben konnten und können. Dennoch ist der Park eine wichtige Einnahmequelle für die lokale Tourismuswirtschaft. Zuletzt wurden pro Jahr rund drei Millionen Besucher gezählt.

Interessante Zahlen und Fakten rund um den Glacier-Nationalpark

Das geschützte Areal des Glacier-Nationalparks erstreckt sich über eine Fläche von rund 4100 Quadratkilometern. Die höchste Erhebung des Naturschutzgebiets ist der Mount Cleveland. Dessen Gipfel befindet sich auf 3190 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Insgesamt weist das Profil des Parks einen Höhenunterschied von 2230 Metern auf. Wer sich am, auf oder im Wasser besonders gut fühlt, hat allein im Glacier-Teil des Waterton-Glacier International Peace Park die Wahl aus rund 750 Seen. Die Seen fallen in die Kategorien der Karseen und Zungenbeckenseen. Weit über 600 dieser Seen sind bisher namenlos. Das heißt, die Besucher können ihre Fantasie bei der individuellen Benennung der Seen freien Lauf lassen. Außerdem besteht die Wahl aus zwei komplett unterschiedlichen klimatischen Bereichen, weil der Hauptkamm der Rocky Mountains als Klima- und Wasserscheide fungiert. Bei den klimatischen Besonderheiten hält der an den Nationalpark angrenzende Bereich einen Rekord. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier ein Temperaturabfall von 56 Grad Celsius innerhalb eines Tages dokumentiert. Die Auswirkungen des globalen Klimawandels zeigen sich im Park vor allem an den Gletschern. Ihr Ausmaß hat sich im letzten Jahrhundert gewaltig reduziert. Klimaforscher befürchten, dass innerhalb der nächsten Jahrzehnte Gletscher aus dem Anblick des Nationalparks komplett verschwinden werden. Das würde den Wasserhaushalt im Glacier-Park gravierend verändern.

Was macht den Glacier-Nationalpark zum Biosphärenreservat?

Im Verlaufe der Erdgeschichte sind bereits 99 Prozent aller jemals vorhanden Tierarten ausgestorben. Auch die Prognosen für die erste Hälfte des 21. Jahrhunderts sehen düster aus. Je nach Entwicklung des Klimas könnte die Erde im schlimmsten Szenario die Hälfte aller im Milleniumsjahr auf dem „blauen Planeten“ nachgewiesenen Tierarten verlieren. Im Glacier-Park sieht sie Bilanz deutlich besser aus. Nach den derzeitigen Erkenntnissen haben der Mensch und das Klima in jüngster Zeit das Aussterben von nur drei Säugetierarten bewirkt. Dazu gehören der Swift-Fuchs, der Gabelbock und der amerikanische Bison. Fünf weitere Tierarten im Nationalpark stehen auf der Liste der akut vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Der Grund dafür ist, dass die Region nahezu unberührt ist. Nur auf etwa fünf Prozent des Areals gibt es eine nennenswerte Bebauung. Ansonsten müssen sich die Touristen mit den Angeboten von Campingplätzen begnügen. Bis 2021 gibt es einige Einschränkungen durch Bau- und Reparaturarbeiten an Straßen und Wanderwegen.

Quelle: National Park Service